Neues Jahr, 15 Blogjahre vorbei, 1. Land mit Bitcoin

Nun ist es ziemlich genau 15 Jahre her, dass ich mit diesem Blog begonnen habe. Ich gestehe, der Elan, immer wieder zu schreiben, hat nachgelassen ... erstens weil bis auf die Blog-Boomjahre nachher praktisch nie mehr ein Feedback an mich gelangte. Das ist natürlich sehr schade aus meiner Sicht. Aber es ist für mich auch verständlich ... Blogs sind unidirektionale Dinge, auch Podcasts ... und ich schrieb ja auch schon mal, dass ich hier was schreibe, wenn ich wirklich was loswerden bzw. verbreiten möchte mit meinen bescheidenen Mitteln. Für die ohnehin viel bessere, weil bereichernde Kommunikation nutze ich lieber Clubhouse.

In neuerer Zeit Zeit ist mein Thema natürlich der Bitcoin, der aus meiner Sicht die Qualität hat, einen friedvollen Weg in eine moderne Welt zu pfaden. In der inflationsgetriebenen Welt der Fiat-Währungen, die bekanntlich nur soziale Brennpunkte und menschenunwürdige Prekariate und gleichzeitig Superreiche schaffen, wird es dadurch aus meiner Sicht noch recht ruppig zu und her gehen in der näheren Zukunft. Die Ausprägungen werden wir erleben.

Nun, in El Salvador werden wir beobachten können, wie es den kleinen Leuten mit Bitcoin / Lightning ergeht, werden sie stabilere Preise sehen, werden sie sich souveräner erleben, werden sie für sich Vorteile erkennen, dass keine Geschäftsbank mehr als Durchlauferhitzer des Geldflusses Prozente absaugen kann ... und ohne Eigenleistung die Arbeiter parasitiert ...

Denn: Bitcoin ist die Währung, die die Welt repräsentiert: Die Ressource ist endlich. Im Fiat-Money tut man so, wie wenn das nicht gälte ... der olympische Spruch citius, altius, fortius mag im Sport noch halbwegs erstebenswert sein, aber in der Bewirtschaftung unserer physischen Lebensressourcen gehört so eine Denkweise nicht mehr rein.

Auf der Google-Earth gibt es keine weissen Spots mehr, der Mensch hat alles erobert und erforscht. Wie bei grossen Unternehmergenerationen gilt ja: die erste Generation erschafft ein Vermögen, die zweite bewahrt es und die dritte ruiniert es. Unsere 2-300 Jahre Industrialisierung sind ev. analog also die 1. Generation. Jetzt beginnt der Aufstieg der 2. Generation. Und dazu müssen die Mittel der 1. Generation weg. Bitcoin ist der Wertspeicher und das Austauschmittel, das der zweiten Generation das Bewahren ermöglicht.

Alle, die geistig noch in der ersten Generation leben, werden wohl aussortiert bzw. auf der physischen Ebene einfach aussterben. Dafür hat irgendwer das Leben und den Tod erfunden. Denn wir haben Körper, um immaterielle Ideen in die physische Welt umzusetzen. Die geistigen Inhalte bleiben oft zeitlos, weil deren Verkörperer nichts lernen im Leben. Doch auch sie müssen dank des Todes gehen, ihre Wirkungskraft endet. Dummerweise aber eben nicht die geistigen Inhalte, die überleben und finden einfach neue Körper, sich darzustellen ... Belege dafür gibt es unzählige. Vielleicht ist Corona ja einer der Wandel-Beschleuniger ...

Es ist also ohnehin Zeit, ein neues Austauschmittel zu finden für die 2. Generation. Der Bitcoin ist das. Dazu der sehr schöne Film Human ₿, denn die meisten bisher recht eindrücklich fanden. Er fasst gut zusammen, dass die Probleme unseres Geldsystems bis auf 1971 zurückgehen, in dem Nixon in seinem Dekret temporär die Aussetzung der Bindung des Papierdollars ans Gold bekannt gibt (im Film ab 13:40).

Das Provisorium hält bis heute an und hat nachhaltig unsere Umwelt versaut, Kriege gefördert oder zumindest verlängert, die Schere zwischen Arm und Reich erst richtig aufgehen lassen, den ökonomischen Imperialismus gefördert und die zerstörerische Denkweise des Schuldenmachens eingeführt, welche nur die kurzfristig denkenden Geistesinhalte in der physischen Welt belohnte. Hier sind also die gemeint, die im Finanzbereich arbeiten. Die erlebten einen Boom, denn Geld war nun wirklich in der Erzeugung nicht aufwendiger als Papier bedrucken. Diese "Geschäfte" profitieren von dem Cantillon-Effekt. Arbeiter "profitieren" nur von der daraus entstandenen Inflation. Kein Wunder, haben die Mächtigen das Provisorium nie mehr abgeschafft. Aber nicht nur die Amis haben das, wenn ich nach Deutschland schaue, gibt es da nicht immer noch den temporären Soli?

Das schreibe ich als einer, der noch genug früh auf diese Welt kam, um als Kind von den Eltern ein Sparkonto angelegt zu bekommen, für das die damalige Bank bekanntgab: 7.5% Jahreszins. Der Rest ist Geschichte.

Also, Human ₿ anschauen, Gehirn einschalten und nach dessen Erkenntnissen handeln.

Ein gutes und inspirierendes 2022.

Immer wieder gut, Dr. Daniele Ganser, kritischer Historiker

Ich habe heute zufällig wieder mal einen Youtube Video erwischt von Dr. Daniele Ganser, dem Schweizer Historiker, der immer so unangenehme Fragen stellt. Zu allem und jedem. Ich mag das.

Sein Video Können wir den Medien noch vertrauen? ist wiedermal ein toller Vortrag, die Fähigkeit zu erlernen oder zu bewahren, in die Beobachterhaltung zu kommen. Was bedeutet das?

Es ist so einfach: Niemandem einfach etwas abzunehmen, zu glauben, nur weil er/sie/es glaubhaft oder bedeutungsschwanger oder mit vielen Likes oder Thumbs Up darstellen können. Mein Lieblingstext, den ich hier auch schon öfters erwähnte Cui bono?, (Wem nützt es?), ist immer die Frage, wieso wird eine Information mir zugetragen? Und vor allem wie? Und was soll sie in mir bewirken? Nur wenn man sich diese Fragen immer wieder stellt, jeden Text, jedes Bild, jeden Podcast, jedes Video daraufhin abklopft, kommt man in diese Beobachterhaltung, die eigentlich so früh wie möglich - alle gelehrt - ein Leben lang halten soll.

Warum ist das wichtig? Weil es zerstörerisch ist, wie Fake-Informationen die Leute teilen ... wir sehen es aktuellerweise beim Corona, früher beim Irak-Krieg, bei 9/11 und sonst noch ach so vieles ...

Ich schreibe diesen Artikel aufgrund des Videos auch genau deshalb, weil Ganser in einem Nebensatz noch gleich die Nationalbanken abhandelt, die nach ihren eigenen Regeln Papier bedrucken und das Geld nennen und wir daran glauben (sollen) ... und das ist ja das Bitcoin-Thema.

Zum Jahresabschluss also noch diese Video-Empfehlung, denn das Geld liegt doch wohl den meisten am nächsten ... und da sollten wir ganz genau hinschauen. Cui Bono?, Cantillon-Effekt, Zensur, Währungsmanipulation, Imperialismus, Diktatur, Meinungskontrolle, Angstschürer, Influencer ... alles sehr interessante Themen, die nur schon beim Geld wichtig sind ... aber eben natürlich immer und überall am Laufen sind.

Wenn ich mir etwas für alle im neuen Jahr wünsche, dann, dass jeder und jede sein / ihr Gehirn benutzt und sich eben fragt: Cui Bono? und dann für sich selbst entscheidet, mit dem Herzen dabei, folge ich dem Vorgebeteten oder entscheide ich mich anders und befolge einen möglicherweise menschlicheren und verantwortungsvolleren Weg und den auch mit klaren Schritten und Taten begeht.

Das würde die Welt in unserer hochmedialen Gesellschaft wieder natürlicher machen.

Panama-, Paradise-, Pandora-Papers, wie lange noch? Bitcoin stoppt das

Ob es legitim ist, Geld dank Gesetzeslücken rumzuschieben, ist ja erst mal Sache der meistens nationalen Gesetzgebung. Moral hat damit also noch nichts zu tun. Moralinsauer wird es erst, wenn die Täter öffentlich genau gegen solche Schiebereien aufmucken, sich selbst dann aber wie selbstverständlich davon ausnehmen.

Dieser Affront, den jeder in den Steuergesetzen gefangener Kleinverdiener nicht wirklich verstehen kann, zeigt eben: Politiker sind weder schlecher aber vor allem eben auch sicher nicht besser als der Durchschnittsbürger. Ausnahmen bestätigen zwar wohl auch diese Regel, aber die sind selten. Und vor allem kämen solche Charaktere wohl kaum in die Verlegenheit, Toppolitiker werden zu können, weil sie durch den ganzen Zirkus wohl nicht unversehrt und unkompromittiert durchkämen.

Darf oder muss man daher davon ausgehen, dass alle Toppolitiker Heuchler und nur Bestandesverwalter sind? Wohl sicher nicht, aber der Fall des ukrainischen ehemaligen Komikers Selenskyj zeigt, dass es eben nicht mehr lustig ist, wenn man selbst zu Macht und Geld kommt. Vorher rummäkeln, wenn man selbst unten ist, aber danach, wenn man oben ist, sich doch von den Privilegien der Oberen 10'000 kräftig was mitnehmen und es nicht mehr so genau nehmen mit den ehemaligen Kritikpunkten. Ein bewusster Selenskyj hätte sich mal wirklich mit Abstand vornehmen sollen, wieso er denn gewählt wurde – er war thematisch ja offenbar schon an den wahren Problemen dran – weshalb er wohl hoch kam.

Es ist also so, dass die inflationäre Art des Fiat-Geldes dafür sorgt, dass es einfach immer so weiter geht. Wie wäre es denn, wenn das Schmiermittel dieser Schmierenkomödien nicht einfach beliebig vermehrt werden kann? Wie wäre es, wenn Bitcoin das Wertesystem wäre? Wo 100%ige Transparenz herrscht? Wo auch Komiker nichts mehr zu lachen haben, wenn jeder Bürger jederzeit mittels Blockchain-Analysis aus reiner Neugier oder Langeweile mal eben die Geldflüsse zumindest mal nachvollziehen könnte? Denn in der Bitcoin-Blockchain sind alle Transaktionen seit 12 Jahren unveränderbar öffentlich einsehbar gespeichert.

Diese Datenbasis, eben die Bitcoin-Blockchain, haben Zigtausende von Computern als vollständige Kopie bei sich zuhause, um von Leuten befragt zu werden, ohne einem Zugangswächter Absichten und Herkunft der Abfragen offenbaren zu müssen.

Da kann auch ein Mächtiger aus heutiger Sicht nichts machen - seine Geldflüsse sind an Zigtausend unabhängigen Rechnern nachvollziehbar. Die Frage ist halt nur, wann hat das gemeine Volk endgültig die Schnauze voll von diesem epischen Theater der Gutmenschen.

Ich persönlich wüsche dem Bitcoin vor allem deshalb den Durchbruch, weil solches Gemauschel dann zwar wohl nicht aufhört, es aber keiner investigativer Journalisten mehr bedarf, um es offensichtlich zu machen.

Bitcoin kann die Probleme der Weltbevölkerungen nicht lösen, aber es kann dafür sorgen, dass nicht mehr alle nach dem Motto "Nach mir die Sintflut" leben und agieren können.

Und ich denke, das ist etwas, was wir von jedem Menschen, auch Nicht-Politikern fordern müssen, sonst werden Nachfolgegenerationen nur noch mit Aufräumen und Abfedern der Exzesse sein werden, die unsere Generationen angerichtet haben.

Ob sich wenigstens die Auswüchse von vier der sieben Todsünden – Überheblichkeit, Gier, Völlerei und Neid – verringern würden, wage ich allerdings zu bezweifeln. Es muss also Leiden hinzukommen – dafür wird unsere Lebensgrundlage, die Erde, wohl schon sorgen.

Ein nachdenklich machender Video zu diesem Thema? Hier.

Leschs Kosmos zu den Deepfakes - sehenswert!

Wieder mal eine tolle Sendung von Harald Lesch - diesmal zu Deepfakes.

Ich habe darüber auch schon geschrieben hier ... es ist eine der nächsten Challenges für die Menschen.

Einfach in der ZDF Videothek vom 13. April 2021 nachschauen. Empfehlenswert!

Träume - was ist wirklich wirklich

Die Realität ist schon etwas Verwirrendes. Wann findet sie statt? Wer entscheidet, was real ist und was nicht? Ich? Wer ist ich? Ist das Ich das, was "ich will" oder "ich bin so und so" sagt am Tag? Und in der Nacht, wenn "ich" träume? Im Traum meine ich doch auch ein Ich zu haben, aber das ist offenbar nicht dasselbe Ich wie am Tag. Denn wie kann es sein, dass sich mein Ich im Traum nicht an mein Ich am Tag erinnern kann? Oder umgekehrt, dass mein Tages-Ich sich nicht (immer) an das Traum-Ich erinnern kann? Und es doch möglich zu sein scheint, dass die Realitäten beider Ichs sich zu überschneiden scheinen?

Nach dieser Einleitung schildere ich ein wiedermal sehr eindrückliches Erlebnis, das mir heute geeignet erscheint, diese Titelfrage wieder einmal in den Raum zu stellen.

Es ereignete sich so: Am Morgen habe ich geduscht und legte mich nochmals kurz ins Bett – mein Handy spielte das lokale Radio. Ich betrat einen Seminarraum und suchte einen Platz. Mein üblicher Platz war belegt, was mich veranlasste, einen Platz näher an der Bühne zu finden. Den fand ich auch, recht prominent. Ich hatte mein Jacket noch an und plötzlich begann ein Handy zu reden, also Radio abspielen. Ich zückte es hervor und wollte es abschalten. Es ging aber nicht, das Ding reagierte nicht auf alle meine Tricks. Es wurde weder leiser noch konnte ich es abschalten. Die Leute fokussierten sich schon auf mich, während ich mich abmühte. Schlussendlich verspürte ich ein sehr intensives Atmen in meinem Nacken. Da verliess ich den Raum – immer noch probierend, das Handy auszuschalten. Ich war schon recht verzweifelt, dass sowas Peinliches mir, einem IT-Profi, passieren kann. Ich ging zum Auto und legte das Handy aufs Dach, wo es natürlich einfach in konstanter Lautstärke weiterredete. Es erschien mir dann, dass ich die Herkunft des Schalls gar nicht genau lokalisieren konnte. Auch wenn ich das Ohr direkt ans Handy legte, schien der Ton weder lauter noch anders zu klingen. Ich holte aus meinem Jacket noch ca. 5 andere Handies hervor, jedes von denen schien nicht der Grund des nervenden Plapperns zu sein. Frustriert gab ich dem Auto einen Kick an die Reifen. Das erregte wiederum Aufmerksamkeit der Passanten, so dass ich das Auto in eine Parknische schob. Und immer noch plärrte irgendein Gerät, das schon zu mir gehörte ... ich war wirklich verstört, weil das Ganze Theater nun schon sicher 15 Minuten lang dauerte.

Ich habe bemerkt, dass mein Haupthandy immer noch an war, auf dem Bett neben meinem Kopf lag und ein längeres Interview abspielte.

Wo war ich denn? Wieso kann sich das Traum-Ich nicht erinnern, dass das Tages-Ich gerade im Bad war und mich nur etwas hinlegte? Warum hat das Tages-Ich nicht bemerkt, dass es eingeschlafen war? Wieso merkte das Traum-Ich nicht, dass ein Einfluss jenseits seines Horizontes in sein Leben reinspielte? Und überhaupt das Interessanteste: Offenbar sind die Welten durchlässig, denn wieso konnte das Traum-Ich einen Einfluss aus dem Tages-Ich überhaupt wahrnehmen, sich den aber nicht erklären, weil es sich nicht erinnern kann, dass das Tages-Ich sich nochmals kurz ins Bett legte?

Ich, also das Tages-Ich, findet solche Erinnerungen immer sehr spannend, denn offenbar ist weder das Tages- noch das Traum-Ich alles, was "mein" Dasein ausmacht. Jedesmal eine Erinnerung mit dem Zaunpfahl, dass wir wohl mehr sind als nur ein paar Trillionen Atome in einer sogenannten Realität ...

Gerne lese ich Eure Erlebnisse ...

David Precht gegen Wolfgang Kubicki: Was darf der Staat?

Ich liebe Streitgespräche von gebildeten Leuten. Denn nur schon durch aufmerksames Hinhören merkt der aufmerksame Denker, dass die besprochenen Dinge eben kompliziert(er) bis komplex(er) sind.

In der Sendung vom gestern haben sie sich über die Frage gestritten, was der Staat darf, die Grenze der Freiheit.

Kubicki ist ja ein FDPler, also ein Liberaler. Ich habe ihn schon oft gesehen im TV und finde, er ist ein sehr kleverer gebildeter Mann, mit einigem Humor und Esprit, er ist Rechtsanwalt. Precht konnte ihn recht fordern, ein Thema konnte sogar überhaupt nicht durchgeackert werden - wohl weil die Sendezeit es einfach nicht zuliess.

Precht brachte das Thema auf, dass der Staat doch den User von Services wie Facebook und Google vor der Abgabe des Verfügungsrechts über die eigenen Daten schützen müsse. Und zwar indem er den Grossen verbietet, solche Abtretungsrechte überhaupt in Verträge, Cookie-Texte einbauen zu dürfen. Kubicki wollte dem nicht folgen, weil er argumentierte, dass der User auch unvernünftig mit seinen Rechten umgehen darf. Precht wollte ihn festnageln, dass der Staat doch auch nicht erlaube, dass eine Firma das Recht auf Schutz vor Bedrohung an Leib und Leben in Verträgen aufheben dürfe.

Ich konnte Prechts Argumentation folgen, Kubicki schien diese Denkweise nicht nachvollziehen zu können. Aus meiner Sicht hatte Precht hier den Punkt.

Aber wie auch immer: Ich liebe es, argumentativ zu streiten. Und Kaliber wie den Precht und den Kubicki dabei beobachten zu dürfen, ist für mich immer ein kleines Highlight am Tag ...

Bitcoin und die Energie

Der Energieverbrauch des Bitcoin-Minings wird öfters meistens unreflektiert angeprangert. Der sei doch eigentlich nicht würdig einer fortschrittlichen Technologie. Dazu kam letztens ein sehr guter Artikel raus, den ich unten verlinke.

Zuvor aber noch ein paar Sätze zu dieser verbreiteten Ansicht, die leicht zu relativieren ist, wenn man sich 1-3 Dinge überlegt:

1. Der Energieverbrauch ist auch die Sicherung gegen Manipulation. Die Blockchain hat einen eingebauten Konsens-Mechanismus, der sicherstellt, dass bei Unstimmigkeiten, die es ja wegen ihres globalen Charakters immer mal geben kann, zügig und automatisch zur Einstimmigkeit geleitet wird. Dieser Mechanismus beruht darauf, dass man eben enorm viel Energie aufwenden muss, um die Blockchain zu verlängern. In den Anfängen der Blockchain hätte ein Grosser wie Google oder Facebook oder Amazon mit der geballten Rechenkraft das junge Pflänzchen Bitcoin noch übernehmen können. Heutzutage ist das nicht mehr möglich, weil auch diese Player nicht genug Energie = Rechenkraft = Geld aufbringen können, um die Blockchain nachhaltig zu beeinflussen. Im Gegenteil, sie müssen sogar das Risiko abwägen, dass sie mit ihrem Energieeinsatz gar scheitern könnten. Und dann wäre jeglicher Aufwand für die Katz gewesen und müsste zu 100% abgeschrieben werden. Die Sicherheit von Bitcoin besteht also gerade genau darin, dass sowohl die "guten" wie die "bösen" Miner genau gleichviel Energie aufwenden müssen, um den nächsten Block für die Blockchain zu finden. Und wenn ein "Böser" die Blockchain in seinem Sinne beeinflussen möchte, muss er noch viel, viel, viel mehr Energie aufbringen können. Und erst noch in nützlicher Frist, denn die Guten stehen ja nicht still. Das kann heute keiner mehr, egal wer oder was er ist.

2. Bitcoin-Mining verlangt nach der Premium-Energieform, das ist die Elektrizität. Und sie muss billig sein, denn sonst lohnt es sich nicht mehr zu minen. Daher sind die Gerätschaften der Miner in der Umgebung, wo es ohnehin überschüssige Energie gibt, denn Elektrizität muss in dem Masse erzeugt werden, wie sie gerade gebraucht wird. Wenn also vorsichtshalber zuviel Elektrizität erzeugt wird, muss diese verbraten werden, sollte sie grad nicht verwendet werden können. Genau da sitzen die Mining-Geräte, denn solche Überschusselektrizität ist billig. Es muss also nicht extra wegen Bitcoin ein Kraftwerk aufgestellt werden. Dennoch gilt natürlich zurecht, dass Elektrizität nicht zu 100% überall aus erneuerbaren Energien umgewandelt wird. Wenn irgendwo politisch gewollt und gefördert immer noch Kohle verheizt wird wie in Australien, ist das natürlich angesichts des Klimawandels nur verwerflich und ignorant.

3. Menschen sind gut im Ausblenden von Fakten. Das Video-Streaming, die Erzeugung von High-Tech-Geräten wie Phones, Autos, die Mobilität, etc. verschwenden auch Energie, allem voran graue Energie. Zudem gibt es viel sinnloses Verschwenden oder Versickern von Energie. Diese Faktoren sind grösser als die Energieaufnahme des Minings.

Hier also zum Artikel, der die Energiebilanz von Bitcoin sehr gut beleuchtet. Sehr empfehlenswert!

Betrüger in Bitcoin Support Gruppen in Telegram

Eine kleine Sache als Warnung für alle diejenigen, die Hilfe suchen in Telegram Gruppen.

Da hatte ich letztens mit meinem ColdStorage Bitcoin Wallet BitBox02 ein Problem. Ich formulierte es in der Telegram-Support-Gruppe und bekam prompt eine Antwort:



Man verstehe genau, wenn man mal dem Link folgt: Ein krassdreister Betrugsversuch:



Hier wird also nach den Backup-Wörtern gefragt, mit denen man einen Private Key wiederherstellen kann, wenn man ihn mal verliert, ein Wallet neu installieren muss, oder einfach die Wallet-Software wechseln möchte.

Wer hier also tatsächlich seine Backup-Wörterliste hochlädt, gibt sehenden Auges einem Betrüger seine Bitcoins!

Oder auf dem zweiten Reiter bitte noch einfacher eingeben, den Key direkt, ohne Wortliste. Schon saufrech ...

Wieso kann sowas überhaupt funktionieren? Ich denke, es ist, weil naive oder unwissende Leute möglicherweise meinen, ihre Bitcoins seien in ihrem Wallet und dass das Wallet alleine ja nicht den Zugriff auf die Bitcoins erlaubt.

Ist vielleicht wie bei einem Tresor: Wenn ich den Tresor-Code jemandem nenne, kann der ja nicht an den Inhalt ran, denn er weiss ja nicht, wo mein Tresor ist. Wäre er vor Ort, könnte er den Tresor leeren.

Bei Bitcoin ist das aber anders: "Meine Bitcoins" sind im Internet. Ich habe in meinem Wallet keine Bitcoins, ich habe nur den Tresor-Code bei mir, der Tresor selbst ist das Internet, eben die globale Blockchain.

Gebe ich also den Tresor-Code weg, gebe ich den Zugriff auf das Geld weg. Das Geld ist nach wie vor im Internet, aber die Betrüger haben mit meinem Tresor-Code als erstes den Tresor-Code geändert und mich ausgesperrt. Da kann niemand irgendwas rückgängig machen.

Denn es gilt Not your keys, not your coins!

Deshalb gibt es für mich nur sogenannte non-custodial Wallets, also der Tresore, deren Tresor-Codes nur bei mir sind, niemals bei irgendjemandem anderen.

PS: Wie man sieht, ging es nicht lange, und der Telegram-Account wurde gelöscht, womöglich vom Betrüger selbst, damit er nicht verfolgt werden kann, wer weiss ...

Die Website allerdings, die funktioniert noch immer und wartet auf andere Naive oder Unwissende. Also weiterhin immer aufpassen und sich klar sein: Meinen Key, meine Backup-Wortliste geht niemanden irgendetwas an!

Telegram ist kein sicheres Medium! Das MUSS auch jedermann/frau klar sein. Man weiss NICHTS über die Leute oder Roboter hinter den Telegram-Accounts. Und nur weil einer in einer Support-Gruppe erscheint, muss der noch lange nichts mit den echten Supportern zu tun haben!

Corona, Beschränkungen, Gesundheitsterror, das BGE, und all der Rest

Heute bekam ich einen interessanten Leserbrief an die Urner Zeitung zugesandt. Damit Ihr als Leser meine nachfolgenden Gedanken dazu im Kontext versteht, hier zuerst ein Bild des Artikels:





Muss man schon sagen, mutig, sich so zu äussern? Ich hoffe doch, dass es immer noch ganz normal ist, dass man anderer Meinung sein und diese auch äussern darf – ohne irgendwelche Anfeindungen oder Ausgrenzungen zu befürchten geschweige denn zu erfahren.

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Bitcoin mit All-Time-High am Anfang 2021

Wenn man auf die Kursentwicklung des Bitcoins schaut, kann man's kaum glauben. Es geht nur aufwärts. Darf oder muss man sogar skeptisch sein, dass sich da eine Blase aufbaut? Ich denke nicht, denn was es bei BTC nicht gibt, ist die Inflation der Geldmenge. Es wird einfach nicht mehr als die 21 Millionen BTCs geben.

Und wenn man halt alle Güter unter diese 21 Millionen packen muss, bleibt für jede hinzukommende Ware oder Vermögen nur eine immer kleinere Teilung des BTC.

Oder andersrum, wenn immer mehr Leute ihre Waren und Vermögen in den BTC bringen wollen, ist das eine wachsende Nachfrage, also steigt der Kurs, wenn man BTC kaufen will. Dieses Aufwärts hilft nur denen, die mit Kursfluktuationen spekulieren, denn sie wollen irgendwann BTC wieder in Fiat-Währungen umtauschen und somit einen Gewinn erzielen.

Mit meinen Freund Thomas erörtere ich oft philosophische Fragen zum BTC und seinem Wechselkurs: Wird sich die Relation von realen Gütern zu BTC ändern, nur weil der Wechselkurs ändert? Konkret: Hat jemand jetzt 10 BTCs, dann sind das knapp CHF 300'000. Dafür gibt's in der Schweiz noch kein abbezahltes Haus. Angenommen, der Kurs steige ums Zehnfache übers Jahr, dann wären das CHF 3 Mio. Dafür gibt es ein Haus. Für so ein Unterfangen ist es also möglicherweise interessant, BTC jetzt zu kaufen und abzuwarten. Doch: Wenn man irgendwann bei einem Makler ein Haus direkt in BTC kaufen kann, reichen dann 10 BTCs? Wie wird die Äquivalenz Immobilie - BTC bewertet?

Man kann eigentlich sagen, solange die 21 Millionen BTCs noch nicht ausgeschöpft sind, wird der Preis bei anhaltender Nachfrage steigen. Einsteigen kann man also noch immer. Auch wenn die Hürde gross scheint für kleine Investoren wie ich ja auch einer bin. Doch eben, wenn es nur hoch geht, was schert's einen dann?

Dass das durchaus auch für technisch weniger Begabte einfach sein kann, habe ich ja hier beschrieben.

Und wenn dazu noch das für Kryptowährungen richtige Mindset vorhanden ist, kann es ja nu noch aufwärts gehen.

Viel Spass und Gelassenheit mit der Vermögenssicherung im BTC im Jahr 2021.

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