Zum ersten Mal enttäuscht von Mövenpick Glace

Wenn es in der Glaubensfrage um die beste Glace geht, verfocht ich immer Mövenpick als solche. Meine Lieblingsversion ist immer noch Espresso Krokant. Und einige andere. Die Schoggi-Version ist mir zu mastig geworden. Geschmäcker ändern sich bekanntlich. Meiner hat sich in Richtung fruchtig geändert.

Als ich drum diese Version Swiss Cantons Limited Edition im Kühlfach sah, irgendwas mit Erdbeer, erlag ich der Versuchung sie zu probieren. Mövenpick Glace ist ja nicht grad billig oder günstig, doch zur Einführung war sie grad doppelt runtergesetzt, also doch mal kaufen.

Doch was für eine Enttäuschung! Kein Geschmack! Nichts! Das Weisse im Eis war so geschmackslos wie Mozzarella und das Rote, was gemäss Deckel Strawberry sein sollte, war einfach geschmackloses Rotes.

Ich rege mich darüber nicht auf, es war ja ein Testkauf. Doch enttäuscht bin ich. Dieses Eis war einfach nichtssagend, ich erspürte wirklich keinen einzigen Anflug von Erdbeeren. Keine Ahnung, was da die Food-Techniker von Mövenpick gebastelt haben. Schade, sowas hätte ich nie von Mövenpick erwartet.

Gratulation zu 200 Jahre Lady Ada Lovelace - erste Programmiererin

Heute feierte die anerkannt erste Programmiererin der Welt ihren 200. Geburtstag. Ein interessanter Kurzartikel erscheint heute dazu.

Ada als Programmiersprache des amerikanischen DODs war mir bekannt, wollte die damals auch lernen. Sie hatte damals aber schon den Ruf der Komplexität oder Weitläufigkeit. Und es kam Modula auf, die Nachfolge von Pascal. das ich damals schon täglich nutzte. Und als Fan klarer Abtrennung war ich sofort Fan von Modula, das offenbar einige Dinge von Ada erbte. Schade, dass Modula in der Klarheit - aber auch etwas weitschweifigen Notation - nicht zum gleichen Level schaffte in der Sprachenwelt wie Pascal, das halt vor allem dank Turbo Pascal - heute Delphi -, seinen bis heute anhaltenden Erfolgsweg beschritt. Für mich dankenswerterweise hatte Delphi ja einige Dinge von Modula übernommen. So hat Ada sich vererbt.

Was mir beim Durchlesen des Artikels speziell auffiel, ist die Kurzlebigkeit der Menschen. Lady Ada Lovelace sei nur 36 Jahre alt gewesen. Und in dieser kurzen Zeit wurde sie ausgebildet, hatte ihre Einflüsse und gebar drei Kinder. Und ihre Anmerkungen zu Charles Babbages "virtuellen" Maschine haben Alan Turing erkennen lassen, dass Ada wohl zurecht als erste Progammiererin zu gelten habe, obwohl die Maschine in ihrer Lebenszeit niemals real wurde.

Aus heutiger Sicht wohl so ein kurzes Leben - mein Körper ist selbst schon fast 1.5 mal so alt wie sie bei ihrem Abgang, und ich habe sowas nicht erreicht. Vielleicht war ihr Leben geruhsamer - sie sei in der Jugend offenbar kränklich gewesen, doch im englischen Adelsumfeld aufgewachsen gut gebildet. Vielleicht gerade dank ihrer eventuell geringen physischen Reichweite liess sie ihrer geistigen Reichweite grenzenlosen Raum. Dann erst noch als Frau im Umfeld der hauptsächlich als männlich geltenden Mathematik. Auch wenn sie offenbar Ablehnung erlebte, gerade von den sog. "Gelehrten", hatte Alan Turing diese offenbar nicht.

Ich habe grosse Freude an und Anerkennung für freie Geister, Menschen, die die Grenzen ihrer physischen Rahmenbedingungen zwar anerkennen, sich davon aber nicht einengen lassen. Ich könnte dazu den letztens wieder mal gefundenen TED-Beitrag von Stephen Hawking zur universellen Frage, wie denn das das Universum entstand. Er in seinem Körper zeigt wohl recht eindrücklich, wie eigentlich scheinbar unvereinbar Geist und Körper zu sein scheinen ...

Doch physische Repräsentation ist irrelevant. Wie auch bei Einstein. Er und Hawking dürfen wohl sicher als Genies gelten. Obwohl gerade Einstein im vermutlich reizarmen Berner Patentamt die Zeit fand, die Relativitätstheorie zu empfangen. Sein Gehirn wurde ja konserviert und erst grad kürzlich wieder mal untersucht - und nach den neuesten neurologischen Erkenntnissen bewertet. Diese Masse von Fett und Wasser war bei Einstein offenbar schon anders strukturiert wie beim Durchschnittsmenschen.

Doch was war zuerst da? Die Struktur seines Gehirns, die ihn so denken liess? Oder der Geist, dessen Fokus den Empfänger - das Gehirn - so strukturierte, damit diese Ideen in der uns Menschen gemeinsamen bekannten physischen Realität ausgedrückt und realisiert werden konnten? Moderne Gehirnforschung zeigt ja schon längst, dass der Gebrauch das Gehirn und seine Leistungsfähigkeit formt. Wenn Materialisten daher das Gehirn untersuchen, finden sie logischerweise Abweichungen von "Durchschnittsgehirnen". Nur sagen sie dann, dass der Mensch - sagen wir mal ein Psychopath - so gewesen sei, weil das Gehirn so war.

Ich sehe es anders: Wie der Arztkabarettist Eckart von Hirschhausen jeweils so spritzig sagt: "Die Leber wächst an ihren Aufgaben", so ist es wohl doch auch genauso mit dem Gehirn. Es adaptiert sich an die vom Geist gewünschten Ansprüchen.

Ich weiss nun nicht, ob man das Gehirn von Hawking später auch mal analysieren können darf, will, soll. Es wird möglicherweise auch anders sein als beim Durchschnittsmensch. Und wohl nicht nur, weil es einige physische Funktionen nicht mehr so kontrollieren muss wie bei jenem. Hätte man das bei Ada auch tun können, wäre eventuell auch bei ihr was erkennbar gewesen. Oder bei vielen sensationellen Savants. Oder bei spirituellen Meistern, wie Yogananda, Maharshi etc.

Selbst der ausgelutschte Spruch "Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum" geht ja in diese Richtung: Geist regiert. Allerdings: Ich aus meiner Erfahrung setze den schon pränatal an: die physische Repräsentation ist bereits das Resultat dieses Spruchs - das sogenannte Leben ist schon die Realisierung eines Traums. Da braucht man diesen Spruch nicht, denn es gibt nichts anderes mehr zu leben. Und auf dieser Ebene ist mir der Spruch daher - je nachdem, wer ihn grad im Mund führt - eher ein Gräuel statt eine sinnvolle Fokussierung. Denn man kann ihn natürlich auch als Ausrede und weitere Träumerei nutzen. Ein Traum im Traum also. Und bereits als Traumfigur versuchen wir, weitere Illusionen zu realisieren? Nochmals zu Hawkings Video ... schon irrsinnig ... nicht? :-)

Pelzig endet nach 18 Jahren

Nur zufällig habe ich es mitbekommen - zufällig im Sinne von "nicht gewusst", aber nicht zufällig im Sinne von "hätte ich verpasst". Zur offenbar letzten Sendung waren dann auch noch einige gute Gäste da, Gysi, die Beltracchis und ein Angstforscher.

Was mir ganz besonders gefiel, war dann sein Monolog über die vermisste oder gar verstorbene Vernunft der Leute. Dramatisch, wie er den wohl weisse Rosenstrauss stellvertretend oder symbolisch an die Stange schlug, bis die Schönheit der Vernunft total verblichen war.

Gysi machte ich zwar noch ein Kompliment, dass er über so viele Jahre Enormes geleistet hätte ... doch, was Pelzig davon dachte, liess er nicht raus. Wohl sicherlich desillusioniert, denn wie er ja schon mit der Vernunft andeutete, für wirklich vernünftige Menschen ist die sogenannte Vernunft der Politik und der Führer - aber natürlich nicht nur deren, sondern auch die der anderen Kurznasendenker.

Dass ihn der Abgang rührte, offenbarte die Kamera ungeschönt, als Pelzig vor der Standing Ovation im Spotlight stand.

Ich finde es äusserst schade, dass ein beherzter Kabarettist wie Frank-Markus Barwasser endet. Denn sein Publikum ist ja nicht das, welches sich seine Worte eigentlich zu Herzen nehmen müsste - doch das ist es eh nie bei besonnenen Menschen. Denn Gleich zu Gleich gesellt sich gern. Bei Pelzig waren ja nur die, die wohl noch den sogenannten gesunden Menschenverstand aktiv halten. Denen müsste er vieles ja nicht erzählt haben, aber in seiner Art war es neben wahr halt auch lustig.

Daher danke ich ihm anonymerweise für seine Leistung, seine Aufmüpfigkeit und klare Unmutsäusserungen - und wünsche ihm eine angenehme, gelassene und erfreuliche Zukunft.

Wahljahr in der Schweiz - ich empfehle Volker Pispers und Max Uthoff

Aus irgendwelchen Gründen habe ich heute den Impuls erhalten, wieder mal einige der schärfsten und besten Politik-Kritiker auf Youtube anzuschauen.

Ich sage extra nicht Politik-Satiriker - denn obwohl sie beide ins Genre der Satiriker gehören und ihre Inhalte ja auch humorvoll und sarkastisch darbieten: Es ist harte und vor allem fundierte Politik-Kritik - amüsant nur, weil sie sich Mühe geben, einem die Resignation ab und an durch einen flapsigen Spruch noch vor der Oberlippe-Unterkante fernzuhalten.

Zwar an der Politik in Deutschland, aber eigentlich sind die vorkommenden Worte der Landeszugehörigkeit fast überall problemlos durch "Schweiz" ersetzbar, ohne dass der Wahrheitsgehalt sich dadurch verringert. Namen sind ohnehin austauschbar - Fakten, Missstände bleiben.

Ich gehe nicht wählen. Ich wähle keine Personen. In der Schweiz haben wir das grosse Privileg, dass wir Sachvorlagen in Form von Initiatien nutzen dürfen. Da schaue ich mir die Sachlage an und entscheide. Dazu brauche ich keine Parteien, keine Vorkauer, keine Driischnurrer, keine Einflüsterer, keine Besserwisser und schon gar keinen Gruppenzwang. Ich brauche nur meinen Verstand und meine Beobachtungsgabe. Beides ist ja bei allen nach der jeweiligen subjektiven Einschätzung in mindestens ausreichendem Masse vorhanden. Hoffen wir's mal. Also, dann nutzen wir es auch: Entscheiden bei Sachvorlagen, danke Schweiz.

Ich bitte beim Pisper Video mal auf die Aufzahlung der verursachenden Parteien zu achten. Es kommt keine gut weg, und davon erzähle er ja seit 30 Jahren. Ob Rot oder Grün oder Gelb oder Schwarz ... es ändert sich nichts, weil die Politiklandschaft ein inzestuöses Gebilde ist. Äh ja, falls es nicht aufgefallen wäre, jener Video ist aus dem Jahr 2014 ... obwohl, Jahreszahlen spielen eigentlich keine Rolle in der Politik, ausser dass sie erklären, wieso sich grad jetzt einer mächtig ins Zeug legt ... muss dann wohl ein Wahljahr sein ...

Politiker ist ein Beruf, und wie in Berufen anderer Art, wollen die vor allem auch mal ihre eigenen wirtschaftliche Sicherheit erhalten. Nicht führen und sich exponieren (mit Risiko der Abwahl), sondern obenauf schwimmen. Wieso bloss erlauben wir diesem Berufsstand, uns unsere Lebensweise vorschreiben zu lassen? Ärzte sind ja auch wichtig, und erst noch direkter, weil für den Körper, aber deren "Gesetze" folgen wir ja auch nicht immer. Doch was Politiker veranstalten, birgt die Gefahr, ein Gesetz zu werden, bei dessen Verstoss wir sehr unmittelbar im privaten Lebensbereich betroffen sein könnten - obwohl es nicht unbedingt mit uns privat zu tun hat.

Ok, das gilt jetzt eher für Deutschland als für die Schweiz, denn wie gesagt: Wir Schweizer können Politik über Initiativen direkt steuern, da kann keine Partei irgendwas dagegen tun - ich brauche nur ausreichend Leute, denen eine Idee auch passt - und schon bekomme ich die Bühne, meine Idee anderen in der Schweiz vorlegen zu dürfen - auf dass sie darüber sprechen und sich schlussendlich dagegen oder dafür entscheiden. Das ist unser grosses, grosses Plus. Wir sollten uns das bewahren und hiesigen Tendenzen, das abzuschaffen, mit aller Deutlichkeit die Stirn bieten.

Denn wenn mir manchmal ab der Klarheit und Eindringlichkeit der von Pispers oder Uthoff geschilderten Missstände der Verfilzung, Verschleierung und Untätigkeit wirklich beide Augen tränend werden - keines davon vor Lachen -, so ist das auch, weil ich mich in die Gemütslage eines Deutschen versetze, der nach Wahl (s)einer Partei eigentlich für 4 Jahre lang die Zügel aus der Hand geben und (ohnmächtig) zuschauen muss, wie sie es meistern oder verbocken.

Doch aufgepasst: die Thematiken, die Pispers da auftischt, sind allgemeingültig. Und vor allem zeigt er die Sprüche und Strategien der Mächtigen und der Presse in Deutschland auf, mit welchen jene das Volk in die Irre führen. Wir hören hier in der Schweiz Ähnliches. Namen sind hier weniger wichtig, aber Konzeptionen sind da nicht weit weg.

Auch Max Uthoff ist ein scharfer Beobachter, er erscheint etwas akademischer, seine Auftritte irgendwie aristokratischer ;-). Doch seine Analysen sind genauso scharf und entlarvend. Bei ihm hört man zwar selten so direkte Ansagen wie bei Pispers, doch ich mag beide. Denn sie sind eben beide in ihren Programmen extrem klar. Pispers mag ich, weil er sich nicht scheut, Leute ganz klar als Permutationen der drei Wörter "Loch", "Dummes" und "Arsch" zu bezeichnen - es ist oft eine klare Darstellung der Wut, der Ohnmacht.

Dieses Schiessen auf Einzelpersonen ist in der BRD gang und gäbe und auch genau deshalb so, weil das Volk sie nicht einfach ignorieren kann wie wir, bzw. ich. Für mich gibt es nur die Sachvorlage, egal von wem oder welcher Partei vorgetragen. Hat bei uns die SVP mal was für mich Richtiges entscheiden zu lassen, entscheide ich mich dafür. Haben die Grünen irgendwas Weltfremdes anzubieten, entscheide ich mich dagegen. Es ist bei mir immer die Sache, die ich beurteile, nicht die Leute, die dafür den Herold machen.

Schon wieder viele Worte, dabei wollte ich doch nur sagen: Schweizer, bevor Ihr jetzt im Oktober Leute wählt, schaut mal ein paar Politik-Kritiken in der durchaus amüsanten, scharfen, deutschen Darreichungsform von Pispers, Uthoff oder Pelzig und vieler anderer an. Und die Anstalt im ZDF. Es schadet nicht und schärft die Sinne.

Wir haben sowas meines Wissens in der Schweiz gar nicht. Vielleicht, weil wir es dank der direkten Demokratie so (noch) nicht brauchen. Doch wie gesagt, die Wunden, in die diese Leute noch Salz einstreuen bevor sie die Finger reindrücken, die schwelen auch bei uns.

Schaut sie an, amüsiert Euch, aber erkennt, was für Euch wo wahr ist. Dann klopft die Leute darauf ab, die Ihr wählen wollt. Für mich gibt es keine Personenwahl in der Politik - hab ich ja erwähnt. Aber nicht, weil ich diesen Leuten per se misstraue, sondern einfach deshalb, weil sich ein Politiker in seinem Beruf eine Mehrheit von Wählern beschaffen muss. Das heisst, er wird sich (immer) dem kleinsten gemeinsamen Nenner seiner Wählerschaft unterwerfen müssen. Um gewählt zu werden - und um Geld zu verdienen. Immer beachten, Politiker ist ein Beruf - unterworfen all den Dingen, die jeder Berufstätige von seinem Berufsumfeld her auch kennt ... oder hat da einer noch nie Intrigen, Missgunst, Klüngelbildung, Seilschaften, Machtspieler, Ignoranten etc. nebst den schönen Erlebnissen in der Berufswelt erlebt?

Deshalb haben Politiker bei mir keine weitere Bedeutung ausser als öffentlich sichtbare Meinungsmacher und Perspektivgeber. Wenn das einer sachlich und fundiert tut, wie der Martin Bäume der GLP, dann ist mir der an sich sympathisch, weil ich von einem Politker genau das erwarte. Meine Stimme bekommt er dennoch nicht - als Politiker. Ich finde auch den Toni Brunner der SVP amüsant, oder den Bastien Girod der Grünen. Doch alle liefern mir nur die Anschauungen, die ich gerne zu Hilfe nehme, um meine eigene Entscheidung zu treffen. Dank unseren Sachvorlagen und dem Initiativrecht.

Drum wie üblich: Ceterum censeo: Think globally, act locally. Oder hier bei Wahlen: Schau über den Gartenzaun, erkenne und dann schaue auf das einheimische Gewächs. Und jäte oder hege und pflege.

SciFi wiederholt Deep Space 9 - passend in der Zeit

Meine liebste Variante von Star Trek war in Kenntnis aller Serien Deep Space 9. Schon spannend, dass der SciFi-Channel gerade jetzt diese Serie wiederholt. Obwohl: es hat wohl keinen Zusammenhang und ist reiner Zufall.

In allen anderen Star Trek Serien gibt es eine klare Hierarchie und eine kleine Bühne, jeweils ein Raumschiff. Die Chefs waren militärische Captains. In DS9 gibt es einen menschlichen Vorstand, aber keine militärische Ordnung. Denn die Bühne ist eine Durch­gangsstation, so eine Art Autobahn­rast­stätte im All. Eine ganz andere Art der Spielbühne.

Das hat mir gefallen, denn wenn in den anderen Serien der Captain was befehlen konnte, ist es im DS9 nicht mehr so klar. Hier müssen sich die verschiedenen Parteien arrangieren, trotz Rassen­unter­schiede miteinander leben. Nicht alle mögen sich, es ist eine Nach-Kriegssituation, DS9 eine ehemalige Militärstation. Die Vorbesitzer haben sie verlassen müssen. Exponate all dieser verschiedenen Rassen sind permanente Akteure in der DS9-Serie. Also kein Captain, der die Macht hat. Zudem kommt mit den sehr religiösen Bajoranern ein Aspekt hinein, der bis anhin in den Star Treks nie eine Rolle spiele: Glaube und Religion trotz Raum­fahrt­technologie und Kriegs­bereit­schaft.

Ist das eventuell mehr als ein Zufall, dass DS9 grade jetzt zur Unterhaltung wiederholt wird, wo Europa grad ähnliches erlebt? Zusammenleben müssen mit Leuten, die Europa scheinbar nicht mag, die erst noch einer anderen Religion frönen? Zumindest nicht in der anonymen Masse - im Einzelfall ja dann eventuell schon?

Naja, den SciFi-Channel können nicht alle sehen und wohl nur wenige sind auch SF-Fans, die die ethischen und philosophischen Aspekte einer SF-Fantasie spanned und inspirierend finden. Dass dies so ist, scheint mir die Tatsache zu beweisen, dass alle anderen Star Trek Serien schon x-mal wiederholt wurden, DS9 meines Wissens aber noch nie. Nun, mir gefällt's. Und wer sich offen auf diese 45-Minuten-Geschichten einlässt und die Umgebung und die verschiedenen Ethiken auf sich wirken lässt, der hat's dann vielleicht auch viel einfacher mit Mitgliedern der eigenen Species, einfach mit ein paar anderen Hautfarben ... also nicht wirklich anders.

Ich habe immer noch keinen Tesla-Sponsor

Vor Monaten schrieb ich hier ja mal, dass ich einen Model-X Sponsor finden möchte. Nun, das muss nicht mehr sein, sin P85D tuts auch. Das Model-X kommt ja eh wieder erst ein Jahr später ... und ich brauche das ja nicht, was ich brauche und wünsche, ist nur der 4-Rad-Antrieb. Der P85D hat den nun und so ist es mein Wunsch-Tesla.

Aber eben, er kostet halt was ... und das ist auch der Grund, wieso ich das schreibe ... es kam der Bericht heraus, dass der Juni 2015 der heisseste Juni seit der globalen Wetteraufzeichnung seit 1880 gewesen sei, dass die Jahresdurchschnittstemperatur 2014 bereits um 1° höher gelegen habe als die Durchschnittstemperatur der ganzen 20. Jahrhunderts.

Und immer noch werden uns Verbrennungskutschen angeboten. Und Staaten, die GENAU wissen, dass sie es ausbaden müssen, wenn ihre Bevölkerung dann mal Landwirtschaftssubventionen wollen, wenn das Wasser knapp wird, wenn gerade in der Schweiz ohne Gletscher im Sommer dann nichts mehr aus den Bergen kommt ausser heissem Fön ... dann muss der Staat ja zahlen, wobei immer klar sein darf, der Staat in der Schweiz sind ja wir ...

Dennoch, wieso schafft es die Exekutive nicht, endlich massiv mal Elektroautos hier zu fördern, den Kauf von sowas zu belohnen? In der BRD gab es die Abwrackprämie ... eine versteckte Wirtschaftsförderung damals ... da hatte ich schon Bedenken, aber eigentlich: Wenn wir Einzelmasken es nicht schaffen, ökologischer zu leben, so kann der Staat, unser Gemeinschaftsgewissen, doch Verstand unters Volk bringen ... und das fördern, was ihn in 20-50 Jahren dann entlasten wird. Wir haben diese Perspektive halt nicht, oder wollen uns nicht unterordnen unter die wohl unausweichlichen Konsequenzen ... doch der Staat, der die Regeln macht, denen ich mich unterwerfen muss, sollte doch längerfristig planen können und wollen.

Nun ja, eben halt etwas Frust: Hätte ich die Kohle, würde ich mir sofort eine E-Gurke kaufen ... oder sogar zum ersten Mal im Leben vielleicht leasen ... schade, sind wir in der CH da anderen Ländern gegenüber im Hintertreffen ...

Der Staat sollte es doch mittlerweile geschnallt haben ... was er jetzt an ökologischen Dingen fördern kann, muss es nachher nicht ausbaden ... in 30 Jahren oder so ...

Nun ja, eben, ein Tesla dürfte's sein ... dann wär i zfridn ... Der Goiserer hat ja da den Song von der Janis Joplin schön gecoveret. Oh Lord, won't you buy me a Mercedes Benz ... I'd sing I'd rather have a Tesla ...

Waiting ... ;-)

Die Karriere für danach, Präsident Obama?

Ohne grosse Worte für mich: Obama singt Amazing Grace ... hier zu sehen und hören, gegen Ende.

Obama kann wirklich singen ... auch das Snippet anlässilich eines Konzerts im White House sang er mit B.B. King "Sweet Home, Chicago" ...

Singen befreit und ist eine Schwingung, die am Kopf vorbei geht ... dort mag sie bei dem einen oder anderen Saiten anklingen lassen ...

Und wenn ein Präsident das kann und auch tut ... dann ist das einfach toll.

Sollten mal unsere Bedenkenträger machen ...

Hobby Gärtner gesucht, Region Hochdorf, Luzern

Eine gute Freundin von mir hat seit vielen Jahren einen wunderschönen Garten in der Nähe der grösseren Stadt Hochdorf im Hinterland der Kantons Luzern. Sie hat ihn sukzessive aufgebaut und vergrössert, viel Liebe steckt darin, und der Garten war immer offen für Besucher. So wurde es ein Garten der Stille, viele schöne Sitzecken, eine üppige Weitsicht, und viele kleine Details am Boden, in den Installationen.

Nun ist sie nach einem langwierigen und nervernaufreibenden Streit mit der Gemeinde de facto gezwungen worden, den Garten für die Öffentlichkeit zu schliessen. Sie und ihr Partner haben nun aber genug und haben sich ein Haus in einem anderen Dorf besorgt und möchten dorthin umziehen. Allerdings soll der Garten weiter gepflegt werden - auch weiterhin von ihnen selbst, aber nicht mehr nur von ihnen alleine.

Drum möchte sie nun Gärtner finden, die aus Freude an der Sache ab und an aber regelmässig sich des Gartens annehmen möchten. Es kann keine bezahlte Lohnarbeit sein, denn dafür haben sie kein Geld übrig, denn wie gesagt: Meine Freundin hat ihn über Jahre aufgebaut, ohne irgendwelche Absichten, nur aus Spass und Liebe zur Gestaltung. Über andere Ausgleichsarten können sich Interessierte gerne mit ihr direkt unterhalten. Der Garten alleine ist für manchen Hektiker schon Paradies genug ... es könnte also ein Mix aus Arbeit und Genuss sein, den die gewünschten Gärtner da anträfen.

Und Gärtner müssten sie schon sein, bzw. wirklich anpacken können. Der Garten ist recht gross, nichts für Nur-Schrebergärtner. Meine Freundin sagt mit einem lachenden und tränenden Auge, dass die "jungen Leute ins Fitness gehen und was sonst noch und sich gestählt fühlen, aber im Garten versagen sie, selbst wenn sie gerne möchten".

Das Alter und die Arbeitsgeschwindigkeit spielen übrigens weniger eine Rolle als einfach das seriöse und halt auch mal heftige Arbeiten im Garten. So der Wunsch meiner Freundin. Sie ist ja auch nicht mehr die Jüngste, aber halt Frau eines Bauern, also weiss sie schon, was arbeiten heisst. Ausreichend Verpflegung wird daher auch immer vorhanden sein.

Damit ein Eindruck von ihrem Garten entsteht, hier ein paar Fotos davon. Bei Interesse meldet Euch doch mal bei mir unter der Email-Adresse martin(at)orientierungshilfe.biz ... ich werde geeignete Interessenten dann an sie weiterleiten. Denn sie hat's eben eher mit der Natur :-) nicht wie wir bleichen Computerhocker mit Email und Trallala ...

Also, meldet Euch und sagt es weiter ...

Nun die Fotos:

Die Piraha leben in der Gegenwart

"TV macht dumme Leute dümmber, gescheite Leute gescheiter", hab nicht ich gesagt, stimmt aber. Man hat's ja selbst in der Hand, was man sehen möchte. Heute wollte ich eigentlich nicht TV schauen, aber in der DOK-Reihe kam ein interessanter Film über das indigene Volk der Piraha, das im Amazonas-Urwald lebt. Gemäss einem zum Sprachforscher aufgestiegenen, ehemaligen Missionar, Daniel Everett, haben sie in ihrer Sprache einige Besonderheiten, die die etablierte Linguistik-Wissenschaft erschütterte

Zu der Sprache kam er offenbar dadurch, dass als Missionar eingetroffen bei den Piraha, er diese halt nicht konvertieren konnte, im Gegenteil, von ihnen zum Atheisten geführt wurde. Wenn ein Missionar sowas mit sich machen lässt, muss er Dinge erlebt haben, die ihn erschütterten in seinem Weltbild.

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Sternstunde Philosophie - Agieren in 2014

Noch allen Lesern ein gutes neues Jahr ... sogar ohne Ironie - wenn man anschaut, was sich so tut. Per Jahresende ist ja bekanntlich immer der Congress des Chaos Computer Clubs. Deren Fazite wie in Nach Snowden und RFID-Ueberwachung in China Pannen in Oesterreich zeigen da schon nichts Amüsantes.

In einem DOK-Film brachte ein deutscher Journalist seine Probleme zum Ausdruck, seinem subjektiven Zeitmangels auf die Schliche zu kommen. Ausser einer Erkenntnis, dass man zurückschrauben muss, fand er nichts.

Und eben die erwähnte Sternstunde von 5. Januar 2014, "Weniger ist mehr" zeigte eigentlich, wohin oder wie jeder einzelne sich orientieren könnte, wenn er wirklich was ändern will - sofern er sich denn wirklich mal mit der Umwelt, der Wirtschaft, der Natur, seinen Bedürfnissen, seinen Ansprüchen, seinen Wünschen beschäftigen will.

Na, wenn ich es mir doch recht überlege, halt doch mit Ironie, mein Eingangssatz.

Dennoch, es gibt das Gute und Schöne, sicherlich auch dieses Jahr und noch lange. Doch nur für den, der seinen Wünschen entsagen kann. Dann sieht er sie nämlich auch - was dann zu gewinnen und zu geniessen ist.

Und wie immer - Ceterum censeo: Think globally act locally

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