GTA - Grand Theft Auto - Killerspiele weg?

Zurzeit läuft ein Prozess, in dem ein Kantonsberner den lokalen Media Markt (MM) verklagt, weil der die brutalen Spiele Stranglehold, GTA und andere führt.

In diesen und anderen Spielen wird bedenkenlos gekillt, und zwar teilweise ohne dies für das Spielziel überhaupt umgehen zu können. Moderne Spiele bieten ja meistens mehrere Spieltaktiken, um das Ziel zu erreichen. Wenn das Spiel jedoch so eintönig aufs Killen reduziert, so ist es ganz sicher äusserst bedenklich.

Der MM-Leiter meint, diese Spielthemen dürfen für Erwachsene nicht gesetzlich verboten werden, denn die könnten gut unterscheiden zwischen Realität und Fiction. Zudem seien diese Spiele ein geringer Prozentsatz, ca. 7%, aller verkauften Spiele. Er meint, dass es natürlich nötig ist, die Alterskontrollen einzuhalten.

Die Teenies finden diese Spiele normal. Sie meinen, Leute umzunieten gehöre halt zum Spiel. Sie denken sich nichts (mehr) dabei, im Game einen Polizisten, der einen aufhält, einfach mit einer Kanone zu killen. Da gibt es bereits keine emotionale Regung mehr, keine Sekunde des Überlegens, wie man der Polizei ohne Blutbad entkommen könnte. Sie haben gelernt, dass Killen eine einfache Methode ist, um ein Problem zu "lösen". Sie meinen auch zu wissen, dass es ja ur virtuell ist, dass zwei Stunden virtuelles Abschlachten halt so ist, wie zwei Stunden lang Schwarzenegger, Stallone oder Herr der Ringe sehen.

Soweit so gut. Ich selbst hatte - allerdings mit weit mehr als 20 Jahren - die ersten PC Egoshooters miterlebt. Ich fand es ebenfalls anregend, in Doom, Nuk'em oder Quake den Willen zur Vollendung des Levels mit rohester Gewalt durchzusetzen. Ich fand dazu auch jeweils Cheats, um die Spielfigur unverletztlich zu machen und mit unendlich viel Waffenpower auszustatten, damit ich sogar die kleinsten Gegner der Einfachheit halber mit der BFG atomisieren konnte.

Ich für meinen Teil sage auch, dass jetzige Erwachsene den Unterschied zwischen Realität und Virtualität wohl noch machen können. Aber nicht, weil sie erwachsen sind, sondern weil die Games in ihrer Jugend noch ganz offensichtlich völlig jenseits jedes Anscheins von Realität waren.

Wenn ich mich erinnere, wie wir teilweise noch auf dem C64 schon Schloss Wolfenstein spielten, oder dann eben Doom auf dem PC, da war ja wirklich nichts realistisches dabei.

Heute aber, wo die Spiele Realitätsanschein haben, passiert etwas ganz Perfides: Der Geist wird im Spiel trainiert, in gewissen Situationen (= Bilder, Menschen, Emotionen) die Mörderlösung zu nutzen. Diese Situationen sind mittlerweile dank Rechenpower derart realistisch geworden im Spiel, dass der Unterschied vom Spiel zur Realität denkbar gering geworden ist - zumindest natürlich, was Akustik und Visualisierung anbelangt.

Es ist wohl nachzuvollziehen, dass angelernte Gewohnheiten immer leichter zur Anwendung gelangen, wenn die sie auslösenden Umstände einander immer mehr gleichen.

Jetzt kommt noch hinzu, dass ich solche Spiele - als Erwachsener für Erwachsene - nicht verteufeln will. Doch, wenn Kinder von desinteressierten oder überlasteten Eltern mit dem Computer und solchen Spielen allein gelassen werden, trainieren sie sich diese Erfolgsstrategien an, ohne von den Eltern in der Rolle als Ethik-Richtlinie eine andere Sicht der Problemlösung gelehrt zu bekommen.

Treffen sich dann solche trainierten Kids auf der Strasse, erschaffen irgendeine aus den Spielen bekannte Situation, so werden sie wohl wie im Spiel reagieren.

Es darf uns doch allen klar sein: Wir sind alles extreme Gewohnheitstiere. Wie stark das ist, könnte jeder an sich selbst entdecken, wenn er denn wollte.

Der Geist ist eine lernfähiger Automat. Und wann ist die Lernfähigkeit dieses Automaten am besten? Als (Klein)kind.

Wenn diesem Automaten also keine anderen Lösungsmethoden als das Killen beigebracht werden, so wird dieser Automat in der wie gesagt immer mehr der Realität gleichenden Situation diese im Spiel gelernten Lösungen anbieten. Und wenn die Situation emotional wird, das Bewusstsein also sehr getrübt ist, wird der Automat diese Lösung auch realisieren.

Solche Spiele zu verbieten, bringt natürlich nichts, denn Unterdrücktes - im Geist -, findet immer einen Ausweg - denn das Unterdrückte ist ja da, eben im Geist. Ist oder wird der emotionale Druck zu gross, realisieren sich diese Gedanken in einer vollautomatischen, bewusstseinslose Art.

Ich persönlich wünsche mir auch, dass sie genau dort nicht hinkämen, wo die ethische, ausbildende Richtlinie nicht vorhanden ist. Doch das scheint der verhängnisvolle Teufelskreis zu sein. Emotion schürt weitere Emotion, und die wird von solchen Spielen genährt und aufgewiegelt.

Da kann man nur hoffen, dass der Körper immer noch jedem weist, wo und wie diese Realität ist.

Zu hohe Ansprüche - oder einfach stringent aufs Ziel los?

Heute war ich wieder einmal eine mögliche neue Wohnung für mich anschauen. Sie ist in Kaltbrunn, mitten im Dorf - sie ist nett, modern, gleich wie viele andere, dennoch mit etwas eigenem Grundriss, gross, eigentlich völlig genügend für mich. Dennoch, schon als ich an das Haus heranfuhr, kippte irgendwas in mir, das schon vorweg nahm, wie meine Entscheidung lauten würde.

Mir wurde dann eine grosszügige Wohnung gezeigt, 3 mittelgrosse Zimmer (14-18 qm) und eine grosse Stube mit abgetrennter aber nicht abgeschlossener Küche. Ein hübsches Entree, zwei mal WC, kleiner Balkon raus auf einen einbetonierten spärlichen Dorfbach.

Ich habe ja immer meine Fledermaus dabei, einen Ultraschall-Distanzmesser, und wenn man fotografieren darf, eine Kamera. Dies deshalb, weil leere Wohnungen eine andere Grösse vortäuschen, wenn man nur immer die eigene, voll gestellte Wohnung im Kopf hat. So wirken dann leere Räume sehr gross, da hilft mir dann die Fledermaus, Realität zu schaffen.

Nun ja, alles war schün und toll, aber es fehlte der Kick, ein Anflug von Begeisterung für das Objekt. Als ich dann wegfuhr dort, war ich mir sicher, dass ich absagen werde.

Da muss ihc mir dann ab und an sagen lassen, ich hätte halt zuviele und zu hohe Ansprüche, und da ich ja kein Millionär bin, müsse ich eben endlich realistisch werden, und meine Wünsche zusammenstreichen.

Nun, ich höre mir zwar solche Texte an, aber ich belasse sie bei dem, der so denkt. Ich für meinen Teil möchte das finden, was mir passt, wo ich ran- und reinmarschiere und nur noch merke "Genau, DAS ist es".

Bin ich nun zielstrebig oder borniert, festgerannt? Ich denke, die in mir spürbare Zuversicht, dass es das gibt, was genau zu mir passt, ist keine utopische Fixierung. Es ist wohl eher etwsa, was wie ein Leuchtturm die Richtung vorgibt. Das Ziel mag noch einige Zeit in der Zukunft liegen, doch es leuchtet, so dass ich mich nicht vom Weg ablenken lasse.

So sehe ich es und es scheint mir richtig so zu sein. Denn ein sogenannter "Traum" hat was mit Erfüllung gesetzter Wunschbilder für dieses Leben zu tun. Denn man könnte sich ja fragen, woher denn bei jedem Menschen so tief verwurzelte Wunschbilder stammen, ja, wieso solche überhaupt vorhanden sind. Die kommen ja nicht von ungefähr, denn wenn doch, wäre das grausamste Folter für die Menschen.

Ich könnte ja sagen, dass es durchaus erreichbare Dinge sind. Allerdings gibt es keine Garantie, dass man dieses Traumbild ohne Anstrengung erreicht. Anstrengung heisst aber auch nicht automatisch nur Rackern, es heisst einfach, immer in kleinen Schritten aufs Ziel hin zu gehen.

Ich brauche daher nur immer den Leuchtturm anzustreben und Schritte auf ihn hin zu machen, um das Ziel zu erreichen, auch wenn es mich manchmal eher seitwärts treibt. So sehe ich es. So ist es also für mich.

Das Mädchen Lakshmi - 4 Arme, 4 Beine, doppelte Organe - doppeltes Ich? Ersatzteillager?

Lakshmi werde nun operiert, 36 Ärzte stünden bereit, diesem Körper alles Doppelte abzuschneiden. Sie sei im Mutterkörper mit einem Zwilling verwachsen, der sich gleich entwickelt, aber keinen Kopf hat, sondern am Unterleib des bekopften Körpers angewachsen ist.

Weil sie dies hat und sie in Indien auf die Welt kam, hätte sie nun nicht nur ein mögliches Schicksal in einer Freak-Show, sondern auch als inkarnierte Göttin Lakshmi - zweifelhaft, ob dies toller wäre. Begafft und entwürdigt würde sie in beiden Szenarien.

Die Ärzte sollen gesagt haben, dass sie ohne Operation nicht mehr lange leben würde. Interessant, obwohl doch alles doppelt vorhanden sei, ihr fehlt ja nichts, sie hat von allem zuviel im Körper. Wieso soll der also sterben? Die Ärzte sagen es halt.

Man könnte ja sagen, dass man ihren Restkörper separat am Leben halten könnte, diesen Zellverbund, der ihre Genetik hat. Wannimmer sie im späteren Leben am Körper Probleme hätte, stünde ihr ihr kompatibles und ureigenstes Ersatzteillager zur Verfügung. Lakshmi hat hier etwas, was Stammzellengenetiker doch letztendlich wollen: den Clone des eigenen Körpers, eben für den Fall der Fälle.

Angenommen, das ginge nun, ihr Restkörper könnte weiterleben. Ohne Kopf? Ich denke, das würde sehr wohl gehen. Aber, wo ist das Wesen, das üblicherweise in einem Körper ist, das diesen Zellverbund zusammenhält durch seine geistige Überzeugung, dass es ein Körper sei?

Ich denke, dass deshalb der Restkörper nicht überleben wird, weil er von keinem Bewusstsein beseelt ist, weil die geistige Konzeption eines Körpers da nicht in die Form übergeht, schlichtweg weil eben keine Seele darin Platz nimmt. Ihr Restkörper würde ev. wie eine zerfliessende Butter seine Form verlieren.

Es ist nicht der Kopf, das Gehirn also, das dem Restkörper fehlt, sondern die Seele, die dem Körper die Form für die 70-100 Jahre Lebenszeit vorgibt.

Oder auch mal andersrum: Wieso darf man diesem vollwertigen Zellverband eigentlich die Lebensberechtigung entziehen, indem man ihn abschneidet und den Körper mit dem Kopf als lebenswert befindet? Nur weil ihm eben das Gehirn fehlt? Hätte er dieses, wäre es ja ein Siamesischer Zwilling. Und dann würde man von Trennung sprechen.

Scheint so, als wüsste die Seele schon, welche Zellverbände es nutzen kann und welche nicht.

Ich wünsche der Lakshmi, dass die Entfernung der überflüssigen Teile ihrer Entwicklung im menschlichen Körper nicht schadet, sondern ihr vielleicht sogar irgendwann mal etwas hilft, herauszufinden, was sie ist - wenn sie das will.

Frauen in Kaderpositionen in der Schweiz - wo hapert's? Lohnt es sich überhaupt?

Wieder mal wurde dieses Thema durchgekaut, weshalb denn so wenig Frauen im Top-Management zu finden sind. In der Politik nehme ihr Anteil zwar doch langsam zu, in der Wirtschaft tue sich aber weniger, Eliane Canepa bleibt also doch eine Galeonsfigur.

Da werden Motivationsseminare gemacht, und wer kommt von den Frauen? Solche aus der Finanzindustrie und lassen sich von einer "We will rock you" Musical-Sängerin aufheizen.

Sogar Bundesrätinmg Doris Leuthard setzt sich ein und aktiviert die CEOs der grossen Firmen - ob die nur kommen, weil es eben eine Bundesrätin ist, die ruft? Also reine Gesellschaftliche Präsenz?

Wieso tun sich Frauen denn schwer, in die absoluten Machthöhen zu gelangen? Es gäbe meines Erachtens wohl mehrals genug fähige Managerinnen, sprich Frauen, die ein Ziel zum Wohle der Beteiligten verfolgen können. Macht das nicht jede Mutter ohnehin?

Ich würde eigentlich lieber fragen: Wollen die das denn überhaupt? Ist es denn so erstrebenswert, ein Top-Manager zu sein? Was sind denn die neudeutsch Incentives, die da locken?

Geld - sicher, Macht - wohl auch, Ansehen - heute wohl eher kritisch beurteilt. Und gleichzeitig natürlich die Schattenseiten: Gier, Unterdrückung, Neid, Selbstentwertung.

Was ist der Einsatz? Krampfen bis zum Umfallen? "Hart sein" in verschiedener Beziehung: Sozial, egoistisch. "Zeit haben" ist ja bekanntlich der Luxus der Manager, den sie sich auch nicht kaufen können.

Da ich gelegentlich als Freelancer in der UBS arbeite, sehe ich dort einen sehr sympathischen Herrn, der jedesmal eine Leitersprosse höher geklettert ist. Ich erkenne das jedesmal an seiner neuen Visitenkarte. Er ist da, bevor ich komme (ist allerdings leicht) und er ist noch da, wenn ich gehe. Und das immer so, Ferien ausgenommen.

Es ist bekannt, dass er zuhause Frau und Kind in einer tollen Hütte habe. Sie habe auch viel zu tun. Aber wo ist er? Was hat seine Familie von ihm? Wie lange soll das kleine Sozialsystem der Familie sich erhalten, wenn der Mann zwar die Kohle anschafft, aber als Person wenig anwesend ist? Ist es vermessen anzunehmen, dass so ein System irgendwann gravierende Erschütterungen erleben wird?

Soll so ein Verhalten den Frauen als erstrebenswert erscheinen? Ihnen, denen solche Männer oft ihre Abwesenheit mit dem Spruch "Ich mach das ja nur für Dich" schönreden wollen? Ihnen, die wohl als Frauen andere Werte haben, die rein genetisch vom Frauenprogramm her wohl auch andere Werte haben müssen, damit ihre Brut, die Kinder, optimale Bedingungen zum Aufwachsen haben.

Benehmen sich Männer nur so, weil sie viel weniger direkt miterleben, wie das Investieren in die biologischen Ziele (Kinder) sie befriedigt? Weil sie eben aus ihren Körpern heraus keine neuen Körper schaffen können und die Verbundenheit mit persönlichen, real gewordenen materiellen Dingen in Firmen, Häusern, Autos, Luxus finden müssen?

Es ist doch hinlänglich bekannt, dass Männer und Frauen unterschiedliche Gehirnstrukturen, Werte und Glücksempfindungen haben. Das beklagen die Männer doch grade im sexuellen Bereich immer so klischeehaft.

Man könnte sich gar versteigen und fragen, wie sähe die Welt aus, wären Frauen an der Macht. Wie wäre ihre Machtausübung? Zum Nutzen der Gemeinschaft oder zum Nutzen einer konkurrierenden, kämpferischen Hackordnung, Gewinnoptimierung, Selbsterhaltung?

Sind Typen wie Putin, Bush, Mobuto, Kim Jong Il, Muammar el Gaddafi, Fidel Castro auch als Frauen denkbar? Ich weiss es nicht, denke nein.

Frauen sind sicher nicht bessere Menschen, denn auch die haben Streit und müssen ihre emotionalen Effekte handhaben. Auch bei ihnen gibt es Geltungstrieb, Egoismus und Rücksichtslosigkeit.

Wären nur Frauen an der Macht, wie würde sich ihre Bewältigung der Probleme in einer Gesellschaft auf diesem Planeten darstellen?

Wäre es anders als bei den aktuellen männlichen Strategien? Wenn ja, erklärt das nicht, wieso man offenbar Frauen in die Kaderpositionen prügeln muss? Beweist sich damit nicht, dass die Männerstrategien eine Sackgasse sind, wenn die Hälfte der Bevölkerung da nicht mitmacht?

Es würde mich freuen, Kommentare zu dieser Sicht lesen zu dürfen.

Wir bräuchten also 1.3 Erden ...

... wenn wir so weitermachen. Der Club of Rome hat sich gemeldet und mitgeteilt, dass wir derzeit 1.3 Erden bräuchten, wenn wir weiterhin so mit den Ressourcen umgehen.

Der Club of Rome hatte schon vor 20 Jahren mitgeteilt, dass es so kommen würde. Damals wurde er belächelt, angesichts fehlender Gegenmassnahmen der Erde gegen ihren Missbrauch.

Man könnte sagen, sie war halt bisher geduldig, aber ich mag es nicht, Dinge, Tiere, Pflanzen und Abläufe per se zu personifizieren. Denn dies erweckt sofort die eigenen Werte und Vorstellungen.

Ich nenne die Erde lieber das grosse System, in dem wir leben. Dieses schlägt nun halt aus, nicht im Sinn eines Pferds, sondern wie ein Pendel. Es schwingt nun nicht mehr von uns weg, sondern kommt auf uns zu ... wir merken das.

Trotzdem wird die Erforschung neuer Erdölvorkommen immer noch erweitert, die hohen Ölpreise werden manch bisher verschonte Region der Erde zu Zielen der Probebohrer und bei Erfolg der mehr oder weniger zerstörerischen Erdölindustrie machen. Es ist anzunehmen, dass auch die beiden Polregionen dieser Welt verschandelt werden, nur um noch mehr Öl zu produzieren. Dabei könnte man diese Energie ja wirklich in die ebenfalls boomende Umelttechnologie buttern. Da käme bestimmt das Besseres raus.

Manche sagen, dass die armen Länder jetzt die ungerecht leidenden werden, denn sie dürfen nun nicht mehr machen, was wir "Zivilisierten" machten, nämlich in Saus und Braus leben. Nun, man kann das auch anders sehen: Viele der sogenannt armen Länder wären es ja nicht, hätten sie es endlich geschafft, ihre sozialen Strukturen zu ordnen und so den Aufbau eines funktionierenden Staates zu ermöglichen. Damit hätten sie ihren Lebensstandard schon früher heben können und müssten nun nicht die Opferrolle spielen wollen.

So oder so, keiner hat mehr Zeit und Rechtfertigung, sich als Opfer oder so zu fühlen. Auch denen sollte es dann mit der Zeit aufgehen, dass lokale Kriegereien ihren Bürgern, und bei diesen ihren Kindern nur schaden wird, denn die Resourcen gehen langsam aus.

Ok, aus esoterischen Kreisen hört man schon lang, dass die Zeit des Stromes ausgehe und von der Zeit der Photonik ersetzt würde, das auch bedeuten könnte, dass die Atomstromtechnik abgelöst und durch etwas Harmloseres ersetzt würde.

Aus noch anderer Sicht könnte man sagen: Der Mensch strebt ins All, zumindest mal zum Mond. Und siehe, die Chinesen und Inder haben ihre eigenen Weltraumprogramme ... scheint also eher dieser Ausweg aufzugehen? Muss der Mensch sich aus ökologischen Gründen ins All wagen? Ist die Flucht wirklich möglich?

Ich denke nicht, denn wie ich andernorts sagte, ist das immer noch viel zu geldintensiv und vor allem hilft es ja niemandem.

Selbst wenn der Ritt ins Weltall gelänge - und ich wäre ja wirlich der erste, der sich einen Weltraumflug wünscht -, wollen wir die Erde als Abfallhalde zurücklassen? Wollen wir nicht zur ihr zurückkehren? Bisher wollte das jeder Astronaut, egal wie sehr ihn das All lockte.

Unsere Körper sind auf sie ausgerichtet, sie brauchen diese Umgebung, auch wenn die Anpassungsfähigkeit vielleicht innert 2-3 Generationen einen Homo astronauticus hervorbringen könnte, der ohne Gravitation gut auskommt. Aber wie gesagt, in den nächsten 50 Jahren würden solche Fortschritte nicht der Masse zugute kommen.

Also sollten wir schon sorgen, dass wir mit einer Erde auskommen. Und dazu sollten gerade die "Zivilisierten" ihre Technologien gegen jeden Widerstand der Politikerkaste, der Lobbyisten und anderer Verhinderer adaptieren an ein naturschonendes und -bewahrendes Verhalten.

Fossile Brennstoffe sollten immer weniger werden. In der Schweiz sei das ja beim Heizöl schon gelungen, weil immer mehr Häuser energiebewusst isoliert werden.

Aber bei den individuellen Sünden scheint mir nicht viel zu passieren. Die Wirtschaft boomt ... und was macht diese denn eigentlich? Sie erzeugt Überflussgegenstände - wozu ich teilweise auch den Computerei und das Internet zähle.

Der Club of Rome sagt, dass ein Wirtschaftswachstum zwar durchaus erwünscht ist, damit die sozialen und ökonomischen Spannungen nicht ins Chaos führen, aber er sagt, dass dieser durchaus moderater sein kann oder gar sollte.

Ich möchte noch bis zum Ende dieses physischen Lebens in einer schönen Welt leben, einer, die für alle reicht, weil wir endlich über alle Nationen hinweg ihren Wert erkennen.

Ceterum censeo: Think globally, act locally.

50 Jahre Sputnik - Wie weiter? Und wozu?

Der ZDF zeigte eine lange Nacht zu den 50 Jahre Sputnik. Anregend, wenn verkleidete Trekkies den zwei Deutschen Astronauten Fragen stellen wie "In unseren Universum ist es ja recht bequem zu reisen, wie ist es in euer Kapsel gewesen?".

Auf der einen Seite die Fantasiereisen und auf der anderen die realen Erlebnisse.

Es ist schön zu sehen, dass einige Leute nach wie vor Fan der Raumfahrt sind, auch wenn es bisher ja nicht raus ist, ob die Nationalismen, die das irdische Leben versauen, angesichts des Raums endlich entschwinden und wahrer Kooperation weichen.

Will China den starken Mann spielen? Ist Bush wirklich so arrogant, das All als "our economical region" zu bezeichnen?

Zum Glück ist die bisherige Raumfahrt enorm geldintensiv, so dass man sich um dieses Säbelrasseln noch nicht viel Gedanken machen muss.

Ich selbst bin seit kleinauf ein Sehnsüchtiger nach dem Raum, nach der Möglichkeit, in diesem Universum zu reisen, Dinge zu sehen "wo noch nie ein Mensch war".

Ein Trekkie bin ich zwar nicht, oder zumindest nicht äusserlich. Diese Erdnähe habe ich noch, dass ich nicht in den Kleidern der TV-Stars rumrenne.

Science-Fiction war jedoch früher das einzige an Belletristik, was ich lesen wollte. Als Jugendlicher fuhr ich oft in der Nacht auf einen Hügel, nur um da in den mondlosen Sternenhimmel zu schauen und zu spüren, wie sich in mir eine Sehnsucht aufbaute, die eine mir damals unerklärliche und enorme Kraft ausübte.

Über die Jahre hat sich das drastisch entleert, dennoch: Es ist mir offenbar immer noch möglich, eine tränentreibende Sehnsucht zu aktivieren, die mich dann wirklich kräftig rüttelt. Früher kam dies fast automatisch bei der Ansicht von Galaxien, Sternennebeln, Kugelhaufen.

Jetzt flaut diese Brise nur noch kurz auf und wird von mir dann gehandelt.

Wieso gibt es Science-Fiction Serien, die über 40-50 Jahre lang laufen? Star Trek, Perry Rhodan? Wieso gibt es diese Trekkies? Ist es allen diesen Leuten gemein, dass sie sich in den Raum wünschen? Wie kommt das denn? Erinnern die sich an etwas, was die sehr irdischen Leute schon vergessen haben? Eventuell an eine geistige Heimat, in der es dieses futterneidige, nationalistische, konkurrierende, kapitalistische, dieses Rassen- und Religionen trennende Ich-bin-besser-als-Du nicht mehr gibt? Wo zumindest alle Menschen gleich wären und als Einheit den Raum erforschen?

Wieso sitzen Verliebte gerne unter dem Sternenhimmel und schauen da hoch? Welche Emotionen werden von dem geweckt?

Ich finde es toll, wenn man da mal hochschaut und sich die existenziellen Fragen stellt: Wie wichtig bin ich angesichts des offenbar grossen Universums, wo sogar unsere Galaxis nur eine unter Hunderten von Milliarden anderen sei. Wozu ist das alles da? Sind meine Probleme - nur schon vom Mond aus betrachtet - eigentlich wirklich bedeutend? Sieht man mich von dort oben überhaupt? Sieht man mein Haus, meine Stadt überhaupt?

Ist es daher wert, auf diesem Planeten überhaupt Probleme haben zu wollen? Oder gerade deswegen, weil ohne Probleme ein einzelner Mensch an dem Sinn seiner eigenen Existenz verzweifeln könnte? Da ist ein Streit mit dem Lebenspartner, ein Hass auf eine alte Geschichte natürlich existenzgebend.

"Fremdenfeindlichkeit" .. auf einem Planeten, wo es nun wirklich keine physischen Fremde gibt? Absolut lachhaft, auf einem Stammbaum zu beharren, wenn alles hiesige, physische Leben als Stammbaum die explodierten Sterne des Universums hat? Besteht nicht jeder Körper aus denselben Arten von Atomen? Interessiert es die, ob sie einen Nazikörper formen oder einen Kommunisten? Einen weissen oder schwarzen Körper?

Und dennoch, die Leute schauen hoch und es wird ihnen wohl allen ganz anders ... so soll es wohl sein, denn eventuell ist dort ja ein Ausgang aus dem irdischen Hamsterrad. Nicht physisch, aber geistig ... und wer das schafft, hat dann vielleicht auch physisch ein anderes künftiges Leben.

Müssen wir also physisch auf den Mond, den Mars und weiter? Ich denke schon, denn wenn auch spirituelle Erfahrungen unabhägngig sind vom Aufenthaltsort des Körper, den in dieser Hinsicht nicht mal brauchen, so hilft es eben schon, den Körper dorthin zu verschieben, denn wir haben ihn halt nun und nur durch ihn machen wir Erfahrungen. Unmittelbare (siehe die Bekundungen aller Astronauten).

So soll es also weiterhin heissen: Per aspera ad astra!

Darwin oder Intelligent Design?

Heute kam im Schweizer TV ein DOK über den in der USA stark wachsenden Gedanken, dass Darwin mit seiner Evolutionstheorie falsch liege und dass es einen Plan gebe, von Gott natürlich. Dies wird allgemein als Intelligent Design (ID) benannt.

Michael Behe, Verfechter des ID, fand ein Tierchen, ein Flagellum, das aus 50 Teilchen bestehe. Wenn man nur einen Teil an dieser biomechanischen Maschine entferne, sei es nicht mehr lebenfähig. Dies würde bedeuten, dass es eben nicht entwicklungstheoretisch entstanden sein könnte, denn dann müsste sich das Flagellum ja aus irgendwas entwickelt haben, etwas einfacherem. Behe sagte daher, dass diese Grenze der nicht weiter reduzierbaren Komplexität ein Beweis sei, dass es einen Plan geben müsste, denn wie sonst hätte ein Tierchen entstehen können, das bereits auf 50 Teilen besteht, das bei Fehlen nur eines Teilchens nicht mehr funktioniert, das also nicht aus etwas Primitiverem entstand?

Diese nicht mehr reduzierbare Komplexität sei auch ein Thema gewesen, das Darwin selbst als Stolperstein in seiner Theorie gesehen habe. Er meinte, dass das Auftauchen eines solchen Organismus seine Theorie vernichtet hätte.

Diese ID-Theorie sei allerdings widerlegt worden, so dass dem ID der Boden entzogen wurde, wenigstens teilweise: Dsa genannte Flagellum könnte bis zu 80% seiner Maschinenteilchen verlieren und dennoch funktionieren. Ok, dann ist die nicht mehr reduzierbare Komplexität statt bei 50 halt bei 10 Teilchen. So, what's the point?

Klar, wenn sich ID im Revier der Wissenschaft behaupten muss, hat sie es schwer. Umgekehrt wagt die Wissenschaft ja nicht mal eine Fussspitze ins Revier des "Glaubens". Sie hat ja schon Berührungsängste mit dem sogenannt Übersinnlichen und Dingen, die jeder Mensch im Alltag schon x mal erlebt hat. Siehe das 7. Experimente-Projekt von Rupert Sheldrake. Ich habe bisher noch nie gehört, dass die Wissenschaft eine Theorie für Empathie, Telepathie, Uri Geller etc. etc. anzubieten hätte.

Es ist klar, dass die arrivierte Wissenschaft völlig dagegen ist. Denn sie graben ja aus, was sie finden wollen in den Gesteinsschichten. Ihre Beweislage - oder besser, ihr Anspruch darauf, dass sie richtig vorgehe - ist die Beobachtbarkeit und die Voraussage. Letztere gewinnt man durch Bildung einer Theorie, die eine Beobachtung erklären soll. Solange nichts und niemand eine Theorie falsifiziert, gilt sie eben als wissenschaftlich "gute" Theorie.

Bisher sind alle mir bekannten Wissenschaften empirisch. Das heisst, sie sind nicht bewiesen im Sinne eines mathematischen Beweises, sondern sie erhärten sich in der Schleife von Beobachtung und Voraussage. Solange die Voraussagen stimmen, gilt die Theorie als richtig, und damit als wissenschaftlich fundiert.

Dumm nur, dass die Evolutionstheorie selbst gemäss ihrer Verfechter nur 99% des Lebens erklären kann. Das eine Prozent wisse man halt noch nicht. Es ist auch für sie erstaunlich, dass eine Motte eine DNS habe, die aus Millionen von Sequenzen besteht ... für so ein "einfaches" Tier.

Die Verfechter der ID beobachten auch - deshalb kommen sie ja auf die Idee eines Schöpfers - haben aber keine Voraussagen, die man nachprüfen könne. Gemäss ihren Feinden erklärt sie 0% des Lebens. Deshalb könne sie nichts taugen.

Das ist die Basis des Streits. In der USA ist es deshalb so emotional, weil dieses Volk verblüffenderweise doch sehr religiös ist, und die ID-Fans diese Geschichte eben auch lehren wollen und ja auch schon tun. Das materialistische und rationale Amerika fürchtet sich um seinen Ruf als wissenschaftliche Grossnation.

Wer erinnert sich noch an die Bibel? Wer hat noch gespeichert, was da so über die Schöpfung stand und was seine Gedanken dabei waren?

ID wird vor allem von sehr bibeltreuen Leuten bevorzugt. Deshalb bekam das ID auch den Namen Kreationismus, eine religiöse Weltanschauung. Für mich ist ID aber unabhängig von religiösen Wunschträumen diskutierbar. Dem ID wird jedoch auch eine subversive, soziopolitische Färbung unterstellt - dies kann ich nicht beurteilen. Ich denke, dass ID nur deshalb so emotional behandelt wird, weil sie eben Religion ins Spiel bringt. Und das berührt die Menschen eben tiefer, denn mit dem Glauben ist jeder Mensch irgendwann mal konfrontiert - bei der Wissenschaft kann er sich raushalten.

Die Wissenschaft war bisher noch nie in der Lage, Leben herzustellen. Sie kann also nicht beweisen, dass ihre Theorie reicht, um das Leben zu erklären. Die Kosmologie kann nicht erklären, wie das Universum entstanden ist. Sogar der Big Bang steht ja zur Disposition. Wer sich hier mal schlau machen will, dem empfehle ich das amüsante und breitbandige Telepolis Spezialheft Kosmologie. Man kann es meiner Meinung nach ohne grosse Vorkenntnisse lesen. Es ist eine Sammlung von Artikeln zum Thema Univerum, Entstehen und Vergehen. Es ist da spannend zu beobachten, dass die hellsten Köpfe nur spekulieren können, wie das Universum aufgebaut ist, wie es entstand und wie es sich entwickeln wird.

Diesbezüglich ist diese hochtechnische Wissenschaft der Kosmologie ein reiner Fantasiespielplatz. Genauso wenig gesichert wie das Postulat eines Schöpfers, eines Planes in der ID.

Ich finde diesen Streit belustigend. Obwohl ich seit kleinauf sehr wissenschaftlich interessiert war und alles las, was mir in die Hände kam, war ich mir doch nie sicher, dass es so ist, wie es erklärt wird. Ich erinnere mich an einem Schulausflug ins CERN, wo ich den Führer in Verlegenheit brachte, weil ich Fragen nach Gluonen oder Gravitonen stellte.

Als Naivling stellte ich natürlich auch die Frage, was war vor dem Big Bang, ahnend, dass diese Frage schon damals nicht beantwortbar ist.

Es ist für mich also klar, dass weder die Wissenschaft die Wahrheit gepachtet hat (man erinnere sich, dass die Wissenschaft auch mal sagte, die Erde sei eine Scheibe, oder dass die Wälder stürben etc) noch das ID.

Das ID erlaubt sich jedoch einfach, sich wie ein staunender unbedarfter Mensch hinzustellen und festzustellen, dass es nichts weiss. Doch auch die Wissenschaft weiss nichts. Sie kann auch heute noch unzählig viele Effekte nicht erklären.

Was ist da also so schlimm? Esoterische Kreise sagten ja eh voraus, dass sich Amerika mal spirituell erneuern müsse. Ich denke, wir wissen schon wieso. Die knallharte Doktrin des Kapitalismus, das Selbstverständnis des guten Weltpolizisten, den Pace-Maker des westlichen Life-Style - all das gehört auf die Müllhalde.

Was wäre denn so schlimm daran, das ID als gleichwertig anzuerkennen? Dass sie weder wahrer oder falscher ist als Einstein, Darwin, Hawking meine ich dargelegt haben zu können. Klar, es würde den Bankrott des ewigen Suchers (= der "Wissenschaftler") eingestehen. Denn was müsste man dann akzeptieren? Dass alles Wissen nur Glaube an eine Theorie ist? Genau. Und ID ist auch Glaube an eine Theorie.

Und was kann der normale Mensch nun überhaupt nicht aushalten? Dass vermeintlich Sicheres nicht so ist, wie es lange geglaubt wurde? Was die Wissenschaft ja schon selbst einige Male durchlebt hat.

So ist es.

PS:

Auch mein Liebling Harald Lesch kann nicht festlegen, ob es Zufall ist, dass wir in diesem Universum leben oder ob das Universum extra so gebaut ist, dass wir darin leben können. Würde er das tun, wäre er sofort beim ID oder nicht.

Was ist real? Was zeigt einem Second Life?

Was ist der Mensch? Viele würden sicher sagen, dass zu ihm zumindest die Emotion gehört, denn was wäre das Leben ohne diese? Egal, ob negative oder positive.

Gut, wenn dies so sei, dann ist wohl Second Life real. Denn einige Leute erzeugen in der Virtuellen Realität (VR) reichlich Emotionen.

Kann man Emotionen unterscheiden, ob man sie im Leben oder in der VR erzeugt und auslebt? Nein, kann man nicht.

Tja, wenn Emotionen einen Menschen ausmachen, dann ist VR Realität, wenn sich Emotionen entwicklen und ausleben in der VR.

Kann man VR wirklich mit der Realität gleichsetzen? Tja, wenn Emotion das Leben ausmacht? Offenbar. Ab wann wird die VR die Realität erreichen und eventuell ersetzen? Sobald die VR so natürlich ausschaut wie die Natur draussen, die Gebäude, die Städte, die Menschen. Einige der aktuellsten Spiele sind schon enorm realistisch, was die Darstellung der Natur und Gebäude anbetrifft. Visuell halt erst, aber eben. In 3-5 Jahren ist es wohl real zum Verwechseln.

Angenommen, die Geruchssynthesizer werden alltäglich, so dass jeder so einen am Computer hat. Dann noch eine VR-Brille, einen 3D-Kopfhörer und Programme, die die Kopfbewegungen auswerten. Alles Dinge, die es bereits gibt. Dann in so einer VR einen Strandausflug, einen Gang durch eine Blumenwiese machen. Täuschend echt.

Was ist dann Realität? Nun, Realität ist dort, wo der Körper ist. Zumindest diese Realität, in der sich wohl die allermeisten Leute zu sein wähnen. Solange sie sich mit dem Körper identifizieren.

Eine interessante Sache, nicht wahr? Was ist der Mensch?

Wenn der Mensch nur die Emotionen ist, dann gibt es keinen Unterschied zwischen Realität und VR. Vielleicht gibt es ja gar keine einzige echte Realität, sondern nur Vorstellungen, von denen wir mehr oder weniger überzeugt sind.

Und was wäre, wenn wir von der Realität, wo der Körper ist, einfach nur am meisten überzeugt sind? Dann wären wir ja jetzt auch nur in einer VR? Und wenn das so sein könnte, was hiesse denn das für die Frage: Was ist der Mensch?

Die Emotionen, nein, haben wir schon geklärt. Der Körper? Naja, wer's meint? Weshalb schläft der Mensch denn dann? Der Körper braucht keine 8 Stunden Schlaf, der Körper braucht eine halbe Stunde. Zudem arbeiten gerade die Organe ja fast am intensivsten in der Nacht. Wo ist also der Mensch? Offenbar gibt's den ja gar nicht im Schlaf, denn es fehlt ihm die Erinnerung an die paar Stunden. Wäre der Mensch der Körper, der ja nicht aufhört zu arbeiten im Schlaf, dann müsste er sich ja erinnern, da kein einziges Organ aufhört zu arbeiten, auch das Gehirn nicht, von dem die meisten Menschen wohl meinen, dass dort Erinnerungen gespeichert würden.

Was ist also der Mensch? Nicht Emotionen, nicht Körper ... was dann?

:-)

The Butterfly Effect - bei jedem möglich?

Heute sah ich im TV den mir bis dato unbekannten Film "The Butterfly Effect". Ich wusste natürlich, was man mit dem Begriff "Butterfly Effect" meint, deswegen hatte ich den Film auf meine Watchlist gesetzt.

Eine spannende Sache, diese Änderungen der Realitäten, die Evan da bewerkstelligen kann. Völlige Fiktion? Nun, wer würde bestreiten, er sei heute die Summe seiner Erfahrungen, seiner Entwicklung, seiner Entscheide? Wir meinen doch immer, dass wir so sind, weil wir das wollten. Sicher? Keine Reue, kein "wenn ich damals anders ..."? Und wenn wir mal anders gewollt hätten in der Vergangenheit?

Evan hat die Fähigkeit, einen einschneidenden Ausgangspunkt einer Ereigniskette zu finden und zu ändern. Die Änderung ist 100%, so dass er sofort in eine andere Realität springt. Er behält jedoch seine Erinnerung an die anderen Realitäten, so dass er sich immer wieder neu entscheiden kann, ob er diese Realität mag. Wenn er mit seiner geistigen Kraft an den Ursprungszeitpunkt zurückgeht und etwas im Ablauf ändert - sich also anders entscheidet zu handeln -, erlebt er, wie sich in seinem Kopf die Erinnerungen im Zeitraffer umbauen, denn sein Körper behält sein Alter, allerdings erlebt er die aus der Ereigniskette resultierenden Effekte am Körper, in einer der Realitäten mit amputierten Händen. In allen Realitäten tauchen seine Kindesfreunde und seine Geliebte auf, mit der er eigentlich ein schönes Leben führen möchte. Selbst als er eine fast perfekte Realität für sich und seine Geliebte fand, wurde diese zerstört durch eine Auswirkung, in der er seinen Jungendfreund tötet. War also auch nichts.

Was hindert uns eigentlich, radikal zu ändern? Haben wir nicht alle schon von Leuten gelesen, die nach einem besonderen Ereignis ihr Leben umstellten und danach anders lebten, andere Werte verfolgten? Konnten diese Leute eventuell etwas ähnliches wie Evan machen, halt erst für ihre Zukunft?

Wer schon mal seine eigene Vergangenheit beleuchtet hat, ernsthaft, über längere Zeit, der wird einige Einsichten gemacht haben. Manchmal gibt es solche, die effektiv direkt auf das aktuelle Leben einwirken. Wer dies schon mal erlebt hat, wie sich dann eventuell Freundeskreis, Bekannte, Lebensumstönde ändern, wie sich Dinge ergeben, fügen, der weiss doch eigentlich selbst, dass es sowas gibt.

Wie weit ist da die Story des Films noch weg? Ist es sogar möglich, dass es eine reale Beschreibung ist? Sind wir nicht auch nur der Überzeugung, dass unser Leben die einzige Realität ist? Wenn wir uns doch schon aufgrund der oben erwähnten Überlegungen andere Realitäten vorstellen könnten?

Multiple Persönlichkeiten und Border-Line-Leute zeigen doch oft fast ähnlich konsequente und beobachtbare Realitätswechsel.

Ist die Überzeugung, dass es so ist, wie es scheint, derart stark, dass wir andauernd nur meinen, dass wir immer in derselben Realität leben? Wissen wir doch schon mal nicht, wo wir eigentlich im Schlaf sind ...

Hält uns eventuell nur diese Überzeugng davon ab, ebenso starke Effekte zu erleben wie Evan?

Wer diesen Film mochte, der kennt sicher auch diesen What the bleep do we know, den es auch auf Deutsch gibt. Sehr amüsant und .... vielleicht sehr wahr? Und wozu führt das? Nun, das ist jedem selbst überlassen, denn nur jeder selbst kann eventuell Bekanntes in Relation zu seinem Leben finden.

Mitteilung: Die planetarische Creatrix

Dies ist ein recht langer Text, den ich hier eins zu eins wiedergebe. Es ist ein Text, der aus dem esoterischen Umfeld stammt und sicher viele Begriffe und Termini bereithält, die manche nicht kennen. Das ist hier nicht so wichtig, denn es geht um was anderes. Die Hauptbotschaft versteht jeder.

Der Text ist für die, die sich in der aktuellen Situation nicht wohl fühlen, die meinen, dass ihre Existenz bedroht wäre, die an der Welt verzeifeln.

Ich habe mich entschieden, die deutsche Übersetzung des englischen Originaltextes zu präsentieren. Am Schluss des Textes finden Sie einen Link zum englischen Text.

Lesen Sie ihn durch und lassen Sie ihn wirken. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

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