Bitcoin mit All-Time-High am Anfang 2021

Wenn man auf die Kursentwicklung des Bitcoins schaut, kann man's kaum glauben. Es geht nur aufwärts. Darf oder muss man sogar skeptisch sein, dass sich da eine Blase aufbaut? Ich denke nicht, denn was es bei BTC nicht gibt, ist die Inflation der Geldmenge. Es wird einfach nicht mehr als die 21 Millionen BTCs geben.

Und wenn man halt alle Güter unter diese 21 Millionen packen muss, bleibt für jede hinzukommende Ware oder Vermögen nur eine immer kleinere Teilung des BTC.

Oder andersrum, wenn immer mehr Leute ihre Waren und Vermögen in den BTC bringen wollen, ist das eine wachsende Nachfrage, also steigt der Kurs, wenn man BTC kaufen will. Dieses Aufwärts hilft nur denen, die mit Kursfluktuationen spekulieren, denn sie wollen irgendwann BTC wieder in Fiat-Währungen umtauschen und somit einen Gewinn erzielen.

Mit meinen Freund Thomas erörtere ich oft philosophische Fragen zum BTC und seinem Wechselkurs: Wird sich die Relation von realen Gütern zu BTC ändern, nur weil der Wechselkurs ändert? Konkret: Hat jemand jetzt 10 BTCs, dann sind das knapp CHF 300'000. Dafür gibt's in der Schweiz noch kein abbezahltes Haus. Angenommen, der Kurs steige ums Zehnfache übers Jahr, dann wären das CHF 3 Mio. Dafür gibt es ein Haus. Für so ein Unterfangen ist es also möglicherweise interessant, BTC jetzt zu kaufen und abzuwarten. Doch: Wenn man irgendwann bei einem Makler ein Haus direkt in BTC kaufen kann, reichen dann 10 BTCs? Wie wird die Äquivalenz Immobilie - BTC bewertet?

Man kann eigentlich sagen, solange die 21 Millionen BTCs noch nicht ausgeschöpft sind, wird der Preis bei anhaltender Nachfrage steigen. Einsteigen kann man also noch immer. Auch wenn die Hürde gross scheint für kleine Investoren wie ich ja auch einer bin. Doch eben, wenn es nur hoch geht, was schert's einen dann?

Dass das durchaus auch für technisch weniger Begabte einfach sein kann, habe ich ja hier beschrieben.

Und wenn dazu noch das für Kryptowährungen richtige Mindset vorhanden ist, kann es ja nu noch aufwärts gehen.

Viel Spass und Gelassenheit mit der Vermögenssicherung im BTC im Jahr 2021.

Die Crux mit all den Kryptowährungen: das MindSet

Bevor ich den Videolink poste, den ich erhalten habe, der genau dieses Thema angeht, möchte ich einige Worte verlieren zum Thema Kryptowährungen und deren Inflation.

Ich schrieb ja vor einigen Tagen, dass ich Bitcoin verfolge. Und dummerweise einen BTC wohl verloren habe, weil ich nicht einsah, was dieses Bitcoin eigentlich soll.

Damals war Mining billig; die's machten hatten schnell einmal ein paar BTCs. Doch was damit anfangen? Bei anderen eintauschen gegen Geld? Oder behalten? Als technische Spielerei abtun? Als Proof-of-Concept? Bei mir war es wohl das PoC. Nett, aber eben, wozu.

Seither ist viel Zeit vergangen, geblieben ist die Frage, wozu. Genauer, diese ist nun für mich beantwortet, BTC als Ersatzgold. Andere Kryptos könnten das auch, darum gibt es ja soviele. Jeder mit missionarischem Geschick kann seine eigene Kryptowährung aufpoppen lassen - denn es ist ja nur Software. Und natürlich kann er sich dann leicht und schnell mal einige Coins seiner eigenen Währung schürfen. Er kann ja auch die Regeln aufsetzen, nach denen ein Coin geschürft ist, die Belohnung dafür, die Strategie zur Coinvermehrung, die Strategien für Streitfälle bei Transaktionen, Übernahmeversuche etc. etc.

All das ist nur Software. Was nun noch fehlt, ist das Publikum, das (gefälligst) schürfen und mitmachen soll. Schliesslich hat der neue Coin ja keinen irgendwie gearteten Wert. Man kann davon nichts kaufen, anfangs nicht mal tauschen gegen andere Coins, es ist einfach eine kryptografische Freizeitübung. Die Erfinder und ihre Early Adopters hoffen einfach, dass irgendwann in der Zukunft gerade ihre Spielerei in der realen Welt eine Beachtung, eine Relevanz finden möge.

Warum also habe ich damals nicht erkannt, was BTC sein wird? Weil ich eben zu technisch schaute. Was mir fehlt, ist die Weitsicht oder das Gefühl für Dinge, die kommen könnten. Ich beschäftige mich eigentlich lieber mit dem, was schon da ist. So habe ich nicht gesehen, dass immer mehr Menschen den Wert von Kryptowährungen erkannten, nachdem sie sich damit beschäftigten und somit in diese investierten. Und weil BTC halt der erste war, halt in den. Hätten es andere sein können? Es gibt ja welche, die auch gut im Rennen liegen bezüglich Konvertierbarkeit zu Geld. Ich bleibe bei BTC, weil ich diese am besten verstehe und weil mir diese am unabhängigsten von allen zu sein scheint. Vor allem unabhängig vom und zum Erfinder.

Denn wenn nicht mal der seine Währung manipulieren kann, wer dann? So spielt er selbst keine Rolle mehr für die Währung, was das Vertrauen in deren Unabhängigkeit massiv stärkt.

Doch auch das macht BTC noch nicht per se brauchbar. Ausser: Wenn die Menschen sehen, dass dieser Mangel an BTC-Inflation genau etwas vom Tollen an BTC ist. Denn dann kann ihnen das etwas wert sein oder auch nicht. BTC-Anleger sind wohl meistens Leute, die ihre Assets gerne auch in 10-30 Jahren als wertvoll sehen möchten. Wenn es von etwas nur eine begrenzte Stückzahl gibt, aber immer mehr Leute davon wollen, so treibt das den Wert des Dings in die Höhe. Das hat mit dem Ding dann nichts zu tun, sondern mit der menschlichen Psyche, denn die vergibt den Wert, empfindet das Begehren, die Gier, das Haben-Wollen.

Als dann vor wenigen Jahren klar wurde, dass BTC erschienen ist um zu bleiben, war mir dieser Mechanismus zwar auch klar, doch ich sah immer noch nicht, wieviele Menschen auf der Welt ihren mentalen Fokus auf den BTC legten. So ging der BTC zu CHF Kurs immer weiter rauf - ich hörte es, aber es machte noch nichts mit mir. Hätte es doch ...

Mein freigeistiger Freund Thomas Lohbeck@bitcoin-mentor.me machte es besser. Er erkannte viel früher den Wert des BTCs. Obwohl wir in der Zeit öfters darüber sprachen, war mir sein Enthusiasmus zwar aufgefallen, doch ich fand es immer noch etwas amüsant, dass man sich für eine reine Software-Lösung so ins Zeug legen konnte. Nun, wenn's um Geld ginge, müsste ich ihn ja nun heute beneiden.

Worum geht es also? Was ist denn der Wert von Bitcoin, einer kryptografischen Computer-Anwendung? Immer noch keiner, aber die Menschen geben ihm nun Wert. Weil sie erkennen, was diese Rechnerei bringt, weil sie erkennen, wovon diese Rechnerei sie unabhängig macht. Weil Anonymität, alleinige Herrschaft über eigene digitale Informationen, jederzeitige ortsunabhängige Verfügbarkeit in unserem Online-Zeitalter Werte sind, die die bisherigen Geldsysteme nicht bieten.

Beispiel: Weil die Politik es so wollte, kann meine Bank mir keinen Zins mehr auf mein Geld geben, verlangt aber Gebühren für ihre Arbeit, selbst dann, wenn ich gar nichts von ihr will. De facto vermindert meine Bank also mein Vermögen durch den simplen Umstand, dass ich in dieser realen Welt eine Bank (noch) brauche. Von der Geldmengen-Inflation durch politische Wirren und Fehlverhalten ganz zu schweigen.

Zudem habe ich auf meine weniger flüssigen Assets nicht mal sofortigen Zugriff, da beispielsweise ich nicht ohne sie am Börsenhandel teilnehmen kann, ich brauche die Bank dafür - die natürlich an jeder Transaktion wiederum was verdient.

Für mich ist es also ein grundlegender Wert, dass mein Vermögen mir jederzeit direkt und ohne Wegelagerer zur Verfügung steht. Eine digitale Lösung wäre mir also willkommen - nur, kann ich damit Miete, Food und anderes zahlen? Im Migros, Coop, Denner, Aldi, Lidl etc.? Noch nicht. Also komm ich im Alltag leider um eine klassische Währung nicht herum. Dass Banken hierzulande mit TWINT etc. eine schnelle, bequeme und aus meiner Sicht durchaus brauchbare, mobile Zahlungslösung anbieten, spielt keine Rolle, denn damit halten sie sich immer noch im Spiel.

Das war mir alles soweit klar - und drum bin ich etwas spät dran mit BTC Investments. Denn ich wartete wie wohl viele auf den Durchbruch des BTC. Für mich bedeutete das nicht unbedingt den Durchbruch als Geldspeicher, sondern als für den Alltag nutzbare Währung. Als vor wenigen Jahren der Kanton Zug verkündete, man könne Gebühren via BTC zahlen, fand ich das interessant, aber es bewegte mich immer noch nicht.

Es geht also um Werte. Nicht materielle vorerst, sondern gesellschaftliche, persönliche. Und um Nutzen, eben die Manipulationsfreiheit, die Anonymität, die Verfügbarkeit.

BTC hat nun einen sehr grossen Wechselkurs-Wert erhalten, weil Menschen entschieden, viel klassisches Geld in BTC umzuwandeln, weil sie mit BTC ihre Werte für sicherer gespeichert glauben als im klassischen Finanzgeschäft

Um Kryptowährungen zu verstehen, geht es also nicht um die Technik, oder zumindest nicht primär, sondern um das Verständnis, was gesellschaftliche Werte sind, wie sie entstehen und wie man damit tauschen kann.

Es geht also ums neudeutsche Mindset. Die persönlichen Werte und Vorstellungen übers Leben und Zeit.

Der verlinkte englische Video kann hierbei vielleicht Klärung bringen. Denn nur dieses Wertedenken macht eine Krpytowährung auch in der realen Welt wertvoll.

Bisher haben es nur wenige Kryptowährungen geschafft, sich den Anforderungen unserer Zeit als gewappnet zu erweisen. Bitcoin schaffte das als Pionier. Und weil das immer mehr Menschen erkennen, weil sie ihr Mindset ändern, fliegt der BTC in den Konversionsbörsen ...

Wer sein Mindset ebenfalls ändern möchte, lese doch einfach meinen Artikel und mache mit ... mit der Währung des Informationszeitalters ...

Solarstrom billigste Quelle in der Geschichte

Als ich diesen Artikel las, war ich erleichtert. Denn es ist ja eine Binsenweisheit, dass die Sonne die Energiequelle des ganzen Planetenlebens ist – es gäbe ohne sie ja schlichtweg nichts Lebendiges auf dem Planeten.

Nur wir meinten, wir könnten es besser mit Kohle, Öl und Atomspaltung. All diese Techniken haben wir entwickelt, statt die naheliegendeste zu erforschen.

Anyway, wenn Solarstrom nun endlich auch die Ökonomen überzeugen kann, ist es gut für mich.

Auf einfachste Art in Bitcoin investieren mit Relai

Ich verfolge Bitcoin (BTC) seit dessen Gründung ... und ich weiss, dass ich damals oder einfach in den ersten paar Monaten einmal eine Wallet-Software oder ähnliches als Demo erhalten habe. Zudem noch 0.1 oder 1.0 Bitcoins ... ich habe das angeschaut und dann zur Seite gelegt und vergessen.

Die Harddisk mit jener Software habe ich allerhöchstens noch irgendwo im Entsorgungslager oder sie ist schon lange tot. Schade, angesichts des BTC-CHF Kurses ... ich verfolgte also seit erster Stunde die Kryptowährungen, aber eben nur als interessierter Beobachter. Erst seit neuester Zeit beschäftige ich mich nun intensiv mit Bitcoin und Lightning.

Im folgenden erläutere ich etwas ausführlicher und exemplarisch anhand einer Produkte-Suite, wie man ins BTC-Investment einsteigen kann. So anonym wie möglich, so sauber wie nötig.

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Meine Erfahrung mit dem Sennheiser Momentum 3

Seit langem ist mein letzter Over-Ear Kopfhörer über den Jordan gegangen. Nicht technisch, sondern weil sich die Ohrpolster auflösten ...

Zudem war er kabelgebunden, und ANC gab es damals auch noch nicht. Es musste jedenfalls ein neuer her. Nur welchen? Und was will ich?

Also, ANC sollte er haben, wenn ich mal im Zug bin. Kabel sollte noch möglich sein, weil ich ihn auch mal direkt an meinen Synthesizer anhängen will, aber fürs Elektrische sollte er Akku-betrieben sein. Darum natürlich auch Bluetooth.

Es kamen in Frage: Bose 700, Sony 1000XM3 oder sein Nachfolger, der 1000XM4, der gerade eben rauskam. Da ich die In-Ear QuietControl 30 von Bose habe, dachte ich lange, dass ich den Bose 700 favorisiere. Was ich allerdings bei den Boses bescheuert finde, ist die Unmöglichkeit, den Kopfhörer während des Ladens zu benutzen. Das ist bei den QuietControl der Fall wie auch beim 700. Dennoch, der Klang der Boses gefällt mir schon.

Den Sony 1000XM3 habe ich früher schon mal gehört, aber meinem Musikverständnis kam der gar nicht entgegen. Da die Reviews zum XM4 klarstellten, dass die akustischen Änderungen gegenüber dem XM3 praktisch unhörbar seien, musste ich nur einen Laden finden, in dem ich den Bose 700 und den XM3 zum Hören finden konnte. digitec hatte beide im Showroom. Den Momentum 3 hatte allerdings keiner der Läden. Doch es gibt Reviews. Und aus denen las ich heraus, dass der Momentum 3 wohl schon Meins werden könnte.

Ich nahm folgende Songs mit, die mir helfen solllten, die Charakteristiken der Musikreproduktion der beiden Kopfhörer herauszustellen, so dass ich mich entscheiden konnte.

  • Precious Lord von Lucky Peterson
  • Purple Rain von Lucky Peterson
  • Albatross von der Peter Green Splinter Group
  • In a Sentimental Mood von Dr. John
  • Antarctic Echoes von Vangelis
  • 2. Satz des Pianokonzerts Nr. 5 von Beethoven, Einspielung Barenboim
  • Pianokonzcert Nr.1 in E moll, Op. 11, 'Romanze Larghetto', Einspielung Martha Argerich

Diese Stücke kenne ich sehr intim und war daher gespannt, sie auf dem Bose 700 und dem Sony 1000XM3 zu hören.

Kurz: Der Sony hat eine Abstimmung mit zu präsenten Bass, für mich gar zu wummerig, generell eher warmer Klang, aber wenig analytisch. Für mich eine Abstimmung, die mir nicht zusagt, da ich von einem Kopfhörer Neutralität erwarte. Im Precious Lord von Peterson beginnt die Hammond Orgel auf minimalster Lautstärke und erreicht gegen Ende eine ungeheure Wucht sowohl im Bass wie auch in der Höhe. Den Klangeindruck dieser Passage merkte ich mir. Beim Sony war der mir eben nicht mehr neutral genug, sondern schien mir sogar etwas zu verwaschen, gar matschig in den Mitten.

Ich liebe Bass und er darf nicht zu wenig sein bei mir, er muss mich wirklich erschüttern, aber er darf mir nie überbetont oder 'enhanced' sein. Daher kann ich nichts anfangen mit auf Pop oder R&B abgestimmten Kopfhörern, die eine Dynamik oder Fülle vorgaukeln, die gar nicht da ist.

Mit dem Bass beim Bose war es dann anders: Dessen Bässe waren mir konturiert und trocken genug, doch fiel mir sofort immer eine Überbetonung der Höhen der obersten Register der Hammond auf in der besagten Passage auf, noch nicht nervig oder störend, aber irgendwie zu steril. Dafür waren die Mitten in meiner Wahrnehmung besser differenziert als beim Sony. Der Bose erschien mir generell analytischer, also neutraler, weniger warm abgestimmt zu sein. Mir passt diese Abstimmung grundsätzlich mehr als eine einlullende Nestwärme.

Nach einigen Hin- und Her-Vergleichen mit denselben Stücken war mir klar, dass für meinen Geschmack nur der Bose 700 in Frage käme. Wenn der Sony 1000XM4 wirklich akustisch dem 1000XM3 gleicht, fällt es mir leicht, auf den 1000XM4 zu verzichten.

Was ich aber eben nicht testen konnte, war der Sennheiser Momentum 3. Ich habe einen Testartikel gelesen, in dem die Neutralität des Sounds, seine Zurückhaltung erwähnt wurde, beides allerdings als angenehm empfunden wurde. Da mir eine solche Abstimmung wie gesagt entspricht, bestellte ich den Momentum 3 ungehört und hoffte einfach, dass er mich nicht enttäuschen würde.

Da ich noch immer die Soundeindrücke der anderen beiden Kopfhörer im Ohr hatte, war ich höchst erfreut, dass der Sennheiser genau so klang, wie ich es mir erhoffte: Ziemlich nahe am Bose, aber ohne dessen übertriebene klinische Reproduktion der Hammond in jener Passage. Ich bin mit dem Momentum 3 entsprechend der Testartikel und der ersten Eindrücke total glücklich.

Nun sind Kopfhörer ja mittlerweile Audio-Computer, begleitet von mehr oder weniger sinnfreien Apps. Natürlich kann auch die Sennheiser App den ANC-Level einstellen und die Microphone einschalten, um die Umgebungsgeräusche wahrzunehmen. Und für mich das einzig wichtige an solchen Apps: Die Anzeige des Akkustandes und die Updatemöglichkeit der Kopfhörer-Firmware. Ein solches Update für den Momentum stand nämlich auch schon bereit. Dessen Einspielung dauerte dann 15 Minuten, dankenswerterweise ohne die Musikreproduktion zu beeinträchtigen.

Aber was mich wirklich etwas ärgert, sowohl an der Sennheiser wie auch der Bose App: Die Kopfhörer können sich ja mittlerweile mit mehreren Bluetooth-Gegenübers koppeln. Bei Bose sind es mindestens 5, beim Sennheiser weiss ich es nicht genau, bisher ist er hier nur mit meinem iPhone und dem PC gekoppelt.

Wie beim Bose spielt auch der Sennheiser automatisch die gekoppelte Quelle ab, die gerade was sendet. Was aber, wenn ich gewollt zwischen mehreren Quellen wechseln will, während diese spielen? Bei den QuiteControl weiss ich, dass ich das kann. Beim Sennheiser habe ich das noch nicht entdeckt. Die Sennheiser-App zeigt immerhin die gekoppelten Geräte an, wo man Geräte auch wegschalten kann. Damit vergisst die App nicht die Paarung, de- oder reaktiviert sie einfach.

Beide haben gemeinsam, dass ich die Zuspiel-Quelle nicht in der App wechseln kann, ja ich sehe nicht einmal, mit welchen Geräten Bose und Sennheiser gekoppelt sind. Wieso kann ich gerade diese essentiellere Funktion nicht mit den Apps ausführen? Bei Bose ist das ein Druck auf einen Button, beim Sennheiser - wie gesagt, noch unbekannt.

Es ist bei Sennheiser auch nicht klar, ob die Benennung der Koppelung "Phone 1", die man akustisch zu hören bekommt, eine Priorisierung darstellt. Mir scheint es. Ich koppelte mit dem PC zuerst, danach mit dem iPhone. Was ich dann machte, ich liess meine Playliste auf dem iPhone fahren und war dann erstaunt, dass ich immer wieder auf den PC umgeschaltet wurde - weil dort in einem Chat ein Klicken abgespielt wurde, wenn jemand eine Meldung schrieb. Das iPhone wurde gestoppt. Wenn ich auf dem PC eine Video- oder TV-Abspielung am Laufen habe und auf das iPhone umgeschaltet wird, stoppt Video oder TV.

Das ist ärgerlich, denn die nicht mehr gehörte Soundquelle wird einfach gestoppt, wenn das geht. Meine TV-Application wurde jedenfalls immer gestoppt, wenn ich aufs iPhone wechselte. Ein Mausklick auf sie startete sie wieder und der Sennheiser übernahm wieder diesen Audiostream. Dafür stoppte dann das iPhone.

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob das ein Zufall oder eine falsche Priorisierung war und ob das geändert werden kann. Ich verfolge das weiter.

Die App also ist ohne so eine explizite manuelle Selektion der Bluetooth-Zuspielquelle eigentlich wertlos, zumal bei all diesen akutischen Geräten irgendeine manuelle Funktion da ist, die mindestens den Akkustand akustisch ansagen kann. Ich mag so eine bevormundende Gängelung nicht und habe auch nicht herausgefunden, ob man dieses Verhalten in der App ändern könnte.

Ein kleines, für mich aber wichtiges Detail: Gegenüber Bose kann man den Sennheiser laden und gleichzeitig benutzen. Steckt man das Ladekabel bei Boses QuiteControl oder 700 ein, stellt der den Abspielbetrieb ein. Sehr ärgerlich, wenn mir beim TV-Schauen mit Kopfhörer der Strom ausgeht, das Ladekabel problemlos eingesteckt werden könnte, dann aber der Kopfhörer nichts mehr spielen will. Was denken die sich nur bei Bose.

Also, ich kann den Sennheiser Momentum 3 aufgrund seiner materiellen und akustischen Qualität bisher nur empfehlen. Die App braucht es nicht und ist es auch nicht wert, installiert zu werden.

Nachtrag zum Bluetooth-Verhalten: Es ist definitiv so, dass der Momentum 3 einfach auf die gepaarte Quelle umschaltet, die grad etwas von sich gibt, und die gegenwärtig gespielte Quelle zu pausieren versucht. Hört diese dann schnell wieder auf, schaltet er zurück und will mit der ersten Quelle weiterfahren. Ich fand keine Methode am Momentum oder in der App dies abzustellen. Ich will ja nicht jedesmal die App hervorholen, nur um ein Gerät stillzulegen.

Ich finde dieses Verhalten absolut unakzeptabel, wenn es tatsächlich nicht abschalt- oder änderbar ist. Jede Neue-Mail-Benachrichtigung, jede Fehlbedienung, jedes Akustikfeedback, jedes Whatsapp auf dem Desktop des PCs unterbricht mit seinem Signalton die Wiedergabe vom iPhone. Wozu trage ich wohl Kopfhörer, dass das aufhört, mit den Störungen. Und nun hol ich sie mir direkt unter die Schädeldecke wegen vermeintlichen Komforts. Bitte EINSTELLBAR MACHEN, SENNHEISER!

Schaut den Youtuber Rezo - Chapeau, Hut ab!

Am 31. Mai 2020 hat Rezo wieder einen wirklich guten Video produziert. Die Zerstörung der Presse ist eine Abrechnung mit der Industrie des Geldscheffelns mittels Information. Information hat ja nichts mit Wahrheit zu tun, sondern ist einfach mal etwas, was unsere Sinne erfassen und dem Gehirn zur Verarbeitung vorlegen können. Im Internet-Zeitalter heisst das halt, Bild und Video.

Rezo ist die neue Generation, ich schreibe meinen Blog. Ich hoffe sehr, dass er viele Junge erreicht, damit diese ihre Gehirne trainieren, den konstant eindröhnenden Datenfluss nicht mit Wahrheit zu verwechseln. Immerhin, schon 1.2 Millionen Aufrufe in der Nacht auf den 2. Juni 2020.

Lernen, offen sein, nicht bewerten, Abstand halten.

Danke Rezo

Und eben immer mein Lieblingsmotto: Cui bono? Also, wem nützt es? Man muss sich ja nur immer diese Frage stellen, wenn eine Information erscheint ... denn eben, Information ist ja nicht Wahrheit.

Wir Menschen sind interessiert an anderem, klar. Das ist der Eingang, mir Informationen einzuspielen. Und da wir das ja wollen, fragen wir uns wohl selten, wieso wir genau diese Information eingespielt bekommen - und nichts anderes. Klar, jeder Sender färbt Information. Die Pflicht des Empfängers ist es daher, die Information von der emotionalen Begleitsauce zu trennen.

Und dann soll jeder Empfänger sich Rechenschaft abgeben, ob es sinnvoll ist, diese Information weiterzuverbreiten und was diese anrichten könnte.

Nochmals, bravo Rezo.

Empfehlenswert.

Wie der Mensch sich der KI ausliefert ...

Ich bin ja selbst ein KI Fan bzw. habe einfach keine Angst vor ihr, aber Respekt vor dem, was sie in der Breite wohl bewirken wird ... daher möchte ich die Lektüre dieses Artikels ans Herz lege ... mit einem Zitat daraus ...

"Wenn man sich auf den Mythos der Technologie und des distanzierten Tötens verlässt, um die rationalen Grundlagen für einen vereinfachten Krieg zu legen, wird man seine Seele verlieren."

Wie KI das menschliche Handlungsvermögen untergräbt

Bedenkenswert!

Endlich: Erneuerbare Energiegewinnung billiger als fossile

Dies stimmt mich schon zuversichtlich für uns, die Umwelt und somit für alles aktuelle Leben auf diesem Planeten:

Studie zur Preisentwicklung der Energiespeicher

Wie geht's weiter mit und nach Corona (1)

Keiner weiss das, bzw. keiner weiss, wie lange Corona wirken wird. Aus meiner Sicht diskutieren wir nur auf der ökonomischen, kapitalistischen Basis. Es ist klar, dass diese Finanzjongliererei grausam sind ... 1-2 Jahre lang direkte oder indirekte Berufsverbote, Kurzarbeit ... wie man's nimmt, es geht immer nur um "Wer kann was bezahlen und woher bekommt er das Geld".

Fakt ist: Die Arbeit, wofür Menschen sich einsetzen, bleibt. Punkt. Es geht ja nur darum, dass mann/frau weniger bis ev. nicht mehr bezahlt wird, um diese Arbeit zu erledigen. Derzeit zerfallen ganze Geschäftsmodelle. Und wie in einer Dominosteine-Kaskade - wenn man einen Stein entfernt, bleibt die Bewegung der umfallenden Steine stehen.

Andersrum: Alles in unseren Wirtschaften ist vernetzt. Selbst wenn man viele Branchen retten könnte, aufgrund der Vernetzung wird das nicht oder nur zum Schaden anderer klappen. Und wer ist 'man'? Der Staat und der Staat sind wir.

Wenn Corona weiterhin so bekämpft werden muss, wie wir es derzeit machen, kippt meines Erachtens das System 'Geld gegen Arbeit'. Was bleibt denn, wenn sich diese Kausalketten eben nicht entflechten lassen?

Die psychischen Drucksituationen für Menschen allerdings sind ja auch nicht zu verachten. Siehe nur schon mal den Druck auf die vietnamesischen Kleiderschneiderinnen - weil arrogante Mode-Konzerne bereits vertraglich bestellte Ware nicht bezahlt haben. Bei denen geht's ums Verhungern, bei uns "nur" ums Zuhause-Bleiben.

Wie man's auch immer dreht, die Vernetzung aller - in die wir ja hinein gewachsen sind - drangsaliert irgendwo immer jemanden, wenn sie sich ändert.

Ok, der Staat soll helfen. Aber auch hier rechnet man ja kapitalistisch. Wenn wir nach dem schreien, wird das nicht helfen, denn solange kapitalistisches Rechnen hinter all dem steht, gilt ja nur 'Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben'.

So eine Situation ruft eigentlich nach dem bedingungslosen Grundeinkommen. Denn wie gesagt, die Arbeit bleibt. Diese Arbeit würde auch gern erledigt werden von Menschen. Aber wenn nun jeder Schiss ums Geld haben muss, wie soll den hier die Lösung ausschauen? Die Reichen sind ja nur darum reich, weil die Massen als Multiplikator denen Geld ins Portemonnaie spülen. Wenn die also ausfallen, trifft's dann auch die Reichen, zumindest trifft es bei den Normalen die nächsten Generationen. Sollen die unter einer buchhalterischen Last leiden?

Denn für physische Ressourcen ist die Erde zuständig, keine buchhalterische Zahlenspielereien. Wenn wir jetzt durch Corona gehen müssen, dann sollte der Kapitalismus einfach mal Pause machen für ein Jahr. Es ist ja schon kein natürliches System, sondern eine Gewinn-Machen-für-Besitz Maschine für Wenige.

Da wir derzeit im Kapitalismus 'dank' Corona keine Sündenböcke mehr haben, ist diese Situation möglicherweise der Beginn des Endes des Kapitalismus. Der unpersönliche Virus kennt keine Grenzen, Klassen, Gesellschaften, Glaubenssysteme, Geographien, Hierarchien, Ideologien - er ist wohl ein wahrer Demokrat und Kosmopolit ...

Home-Office ging ja nun auch von gestern auf heute. Für ich amüsant, weil ich mir dafür seit Jahren den Mund fusselig redete. Nicht, das SoHo eine Allerweltslösung wäre, aber es hat sich wohl gezeigt, dass der von den HR-Managern befürchtete Kontrollverlust über die Mitarbeiter sich nicht in Faulheit oder verminderter Arbeitsleistung derselben resultierte.

Selbst wenn sich mit kapitalistischem Denken kurzfristig eine Lösung finden lässt, vielleicht ändert sich am Glauben an dieses Goldene Kalb etwas. Nötig wäre es meines Erachtens. Eine Krise rüttelt am Stahlskelett grosser erstarrter Gedankengebäude. Und das kann der winzige Virus aus der Mikrowelt.

Gratulation Delphi 1 bis 10.3 - die ersten 25 Jahre

Delphi feiert Geburtstag. 25 Jahre alt ist die Orakel-Software. Sie damals als so lange so erfolgreich zu sehen, hätte wohl das gleichnamige Orakel gebraucht. Wissen tat's wohl niemand.

Ich war schon mit Turbo Pascal unterwegs. Das ideale Teil, um mit der damaligen Lehrsprache an der ETH - Pascal - ins berufliche Leben zu starten.

Als dann Borland dieses graphische Ding brachte, Delphi 1 für Windows 3.x, war es eh um mich geschehen. Seit damals bin ich bis zum heutigen Tag ein Delphianer. Damals gab es nichts Vergleichbares, nichts Einfacheres, nichts Bequemeres, nichts Portableres. Portabel, weil man EXE-Dateien einfach kopieren konnte - ohne sich um Bibliotheken etc. - kümmern zu müssen. Es wurde einfach alles Nötige reingelinkt.

Mein winziges Bedauern war nur, dass Borland damals Modula-2, Modula-2++ oder Modula-3 nicht übernahm. De facto war das dann über die Zeit nicht mehr so wichtig, weil Delphi sich schnell entwickelte und weil die sprachkonzeptionellen Vorteile von Modula sich dann doch nicht so wichtig erwiesen - ich hatte damals auch mit dem Logitech Modula-Compiler zu tun. Da hatte ich zwar Modula, aber der Komfort von Delphi, den gab's dort nicht. Damals ein lachendes und ein weinendes Auge. Aber Hauptsache, einer der Niklaus Wirth Schöpfungen war erfolgreich und ist es bis heute.

Wie auch immer: Happy Birthday Delphi!

Wer eine kleine Tour d'Horizon dazu anschauen möchte:

25 Years of Delphi

PS: Der Link zur noch recht jungen Community Edition, für die, die es mal probieren möchten, denn Delphi ist immer noch eine der verbreitesten Lernsprachen. Wie ehedem Pascal.

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