Wieso bloss stellt sich das Parlament gegen Parallelimporte?

Heute hat der Nationalrat erneut gegen den Parallelimport von patentbehafteten Artikeln gesprochen.

Ich habe mich andernorts schon darüber ausgelassen. Ich verstehe es nicht. Alles Hergestellte ist doch mit Patenten geschützt.

Im Nationalrat haben wohl die Lobbyisten gut gearbeitet, bzw. es hocken dort ja viele Verwaltungsräte grosser Firmen, auch grosser Generalimporteure, denen ein freier Import wohl gegen den Strich gehen dürfte.

Nun werde eine Volksinitiative in Angriff genommen, um den Import per Stimme des Souveräns, des Volkes, durchzusetzen. Meine Stimme hat sie, auch wenn ich gar kein grosser Profiteur von Parallelimporten wäre, denn ich bin ein Minimalist bezüglich Chemie für Gesundheit und Duft oder Gebrauchselektronik etc. Aber ich sehe da nur Protektionismus.

Ich hoffe, dass sich das Parlament doch mal kundenfreundlicher zeigt, denn nicht alle haben das Einkommen, wie die dortigen Neinsager.

Klaus Zumwinkel - unschuldig oder vollverblödet in seiner Gier?

Schon merkwürdig, dass ein eh schon reicher Manager, der in weiss ich wievielen Verwaltungsräten sitzt, offensichtlich noch nicht genug hat. Ist er wirklich so grenzenlos gierig, dass er sich noch illegal weitere Kohle beschaffen muss? Ist er nun einfach aufgeflogen? Dumm gelaufen, dümmster Managerverbrecher?

Oder ist er ganz unschuldig?

Natürlich weiss ich es nicht. Sollte er unschuldig sein, ist's eben auch kein gutes Zeugnis für ihn, da er Chef ist. Und als solcher hat er dafür zu sorgen, dass sein Laden keine solche Gaunereien durchführt.

Ist er schuldig, dann ist es wohl nur die Spitze des Eisbergs, denn so scheint es, ist es ein Betriebsunfall, eine übliche Taktik, wie Manager zu noch mehr kommen?

Sollte es so sein, dann scheint die Zeit gekommen zu sein, wo solche Machenschaften ins Licht kommen und die Vampire in der Sonne verbrennen.

Wenn die Völker in der globalisierten Wirtschaft auch nur halbwegs miteinander und neuerdings auch mit sich selbst auskommen wollen, müssen Perversionen wie Abzockermanager aber auch Abzockerstaaten und Abzockerfirmen vom Volk gebremst und geächetet werden.

Denn wie Zumwinkel vielleicht die unappetitliche Spitze im Managergeschäft ist, sind fast alle reichen Staaten Ausnutzer der ärmeren und viele Firmen Ausnutzer der billigen Resource "ungebildeter Mensch" - mittlerweile kommt dies ja auch in den reichen Staaten ins Bewusstsein der Völker, weil die "enfachen" Leute jetzt auf die Ausgenutzten-Seite kippen. Die Ausbeutung ist halt auch bei uns angekommen bzw. ins Bewusstsein gekommen. So werden wir vom Täter zum Opfer. Konnte man als Täter noch die Augen verschliessen im behaglichen TV-Sessel, so merkt man nun den Schmerz, den andere aushalten mussten, selbst, weil's eng wird mit der Kohle und Sicherheit.

Interessant, wie das weitergehen wird ...

Yahoo wehrt sich - dünkelhaft

So, Yahoo finde die GUSD 44 zu schäbig für seinen Laden. Schon irrsinnig, dass eine Firma, die nichts produziert, einen derart überteuerten und wohl kaum zu rechtfertigenden Wert an der Börse hat. Klar, das gilt für viele Firmen, die nur von Vorstellungen der Begehrenden erfüllt sind, Heissluft eben. Microsoft, die nun den Korb bekam, gehört eigentlich auch dazu. Insofern trifft es ja grad den Richtigen. Google vergesse ich natürlich nicht, das ist ja ohnehin jenseits von Realität.

Rustikal gesagt: Yahoos "Produkte" kann man weder fressen, noch saufen, weder besitzen noch vernichten, noch machen sie glücklich oder decken sonst einen lebensnotwendigen Bereich ab.

Der "Wert" von Yahoo ist reine heisse Luft. Klar, es hat Millionen von Users und deren Daten, aber im Internet hat es sich schon oft gezeigt, dass sowas schnell ändern kann - und dann sind Daten meistens nicht mehr viel wert.

Klar, ich verstehe schon, es ist ja das Informationszeitalter. Nur, von Informationen lebt keiner wirklich auf der Welt. Zumindest nicht von solchen Informationen, die in diesen Internet-Companies gehortet werden. Vieles ist ja ohnehin nur Junk, der im Internet umherschwirrt. Und das soll nun soviel Wert sein?

Was ist denn wertvoll? Die heute in Zürich geraubten Bilder, die MCHF 180 wert sein sollen? Ein paar Stücke Leinwand, durchaus gekonnt mit schönen Motiven bemalt, aber 180'000'000 Franken? Wie kommt es, dass Dinge derart monströse, irreale Geldwerte erhalten? Auch Jobs gehören dazu: Wie rechtfertigt sich an einen Managerjob ein Lohn von MCHF 20+?

Welche Vorstellungen der Gierigen treten da zu Tage? Was für Welt- und Menschenbilder?

Wer mir da eine rationale Erklärung liefern kann ... sei eingeladen zu schreiben. Es nähme mich ja wirklich wunder, was mich zu einer Meinungsänderung veranlassen könnte ... :-)

2x Weihnachten - etwas vom Sinnvollsten, was man in dieser Zeit machen kann

"Schenken" scheint ja zu Weihnachten Pflicht zu sein. Und daher auch die Qual, was soll man einem langjährigen Lebensbegleiter nur schenken? Hat man dann was, kann es gut sein, dass die Bescherung komplett ist bei der Übergabe: Der Beschenkte hat sowas Gleiches oder Ähnliches schon, oder das Geschenk trifft seinen Geschmack nicht. Wohin also mit den Spielzeugen für Gross und Klein? Wie soll der Beschenkte sein Gewissen beruhigen, wenn er daran denkt, das Geschenk fortzuschmeissen?

In der Schweiz gibt es die Aktion 2x Weihnachten: Beschenkte können sich ohne schlechtes Gewissen der Geschenke entledigen, indem sie sie an jeder Poststelle kostenlos an die Aktion 2x Weihnachten weiterleiten lassen können. So kommen hierzulande überflüssige materielle Güter denen zu gute, die sie wirklich brauchen können. Spielzeug, das wir hier in Massen haben, ist anderswo echte Mangelware.

Bei der diesjährigen, 7. Aktion liegt der Schwerpunkt für die Auslieferung der Pakete in Weissrussland. In Kindergärten, Schulen und anderen Hilfsinstitutionen fehlt es an Kinderschuhen, Papeteriedingen wie Farbstifte und Bastelpapier, aber auch Hilfsmitteln für die Ausbildung, Musikinstrumente, seien es auch nur einfachste elektronische Billigkeyboards, oder auch lang haltbare Lebensmittel.

Denn dort, wo's nichts hat, ist selbst Einfachstes sehr erwünscht. Es sollten sicherlich kein Hightech-Firlefanz sein wie diese ferngesteuerten Mini-Fahrzeuge, denn solche Spielzeuge brauchen Hilfsmittel wie Batterien etc.

Wer also was geschenkt oder bekommen hat, was nun überflüssig ist, was andernorts Kindern Freude machen könnte, der soll dieses "Überflüssige" doch bitte an 2x Weihnachten weiterleiten.

Katastrophale Tiertransporte quer durch Europa

In Österreich hat die Polizei einen Laster gestoppt, der erstens mit 57 Tonnen 17 zu schwer war, und der auf vier Schichten 850 (!) Ferkel in einer 23 Stunden-Fahrt von Holland nach Italien hätte fahren sollen. Die Wasserverfügbarkeit für die Tiere war eingefroren. Die Tiere mussten umgeladen werden, bis der Laster nur noch die 40 Tonnen wog. Wär das Übergewicht nicht aufgefallen, hätte es wohl keine Sau interessiert - pardon, die Umhergekarrten ausgeschlossen.

Die Tiere würden im Ziel weiter gemästet, wahrscheinlich zu Parmaschinken. Was zum Teufel macht es nötig, Ferkel in Holland zu "produzieren" und in Italien erst zu mästen? Können die das in Holland nicht? Oder schaffen das die Italiener nicht? Oder geht es wieder mal nur um Geldgefälle in der EU, die man für Profit ausnutzen kann? Zu diesem Thema gibt es ja unzählbare Horrorstories ... da fang ich erst gar nicht an.

Ich verurteile diese sinnlosen, hirnlosen, unökologischen aber leider grad in der EU sehr geldbringenden Tiertransporte. Ich würde gerne mal im Sommer deren Profiteure im Anhänger geschichtet in Europa umherfahren. Dabei würde ich öfters längere Pause machen - und sie in der heissen Sonne transpirieren lassen - solange sie es noch können.

Die EU in ihrem Gesetzeswahn könnte sich ja mal an der Schweiz orientieren. Die EU gibt ja Gesetze heraus wie die Presse Junk-Pendler-Blätter. Wieso nicht mal hier ein paar fallen lassen im Tierschutzbereich? Klar, wer sich nicht artikulieren kann, hat keine Lobby. Leider versteht ausser Dr. Dolittle diese Säue halt niemand.

Wer will den eigentlich Fleisch fressen von Tieren, die mit Chemie ruhiggestellt werden müssen, damit sie solch unwürdiges Umherkarren überhaupt überleben? Immer noch diese Billig-ist-geil-Tiefflieger? Grrmbl ...

World Vision erhält das Zewo-Zertifikat nicht

Wie kommt man zu Geld? Man zeigt Bilder im TV von darbenden, leidenden Kindern und der Schweizer zahlt. Pro Tag sehe ich sicher mindestens einen Werbespot von World Vision, wie sie für eine Patenschaft wirbt, die uns Schweizer ja nicht viel koste, einem Kind in Südamerika oder sonstwo ein würdiges Aufwachsen ermögliche.

Nun zeigte der Kassensturz, dass dies nicht immer stimmt. So habe die World Vision dem wohl ungewöhnlichen Besuch einer Patin das Kind geschönt und geputzt in den eigenen Büros vorgeführt. Als die Patin ausserhalb der Fassade von World Vision ihr Patenkind an seinem Wohnort besuchte, sei es dort jämmerlich bekleidet und erst noch erkennbar ungesund vorgefunden worden. Es habe einen Entwicklungsrückstand aufgrund einer Verwachsung der Zunge.

Ist also mal wieder nichts genau so, wie geworben wird. Die Anmoderation im Kassensturz sagte ja, dass immer mehr "Wohltätigkeitsorganisationen" auf der Bühne erscheinen und natürlich um Geld buhlen müssen. Also, primär mal Geld für sich alleine. Schliesslich wollen sie sich ja am Leben erhalten.

Dazu müssen diese Bilder her, damit wir hier im reichen Teil der Welt Geld aufwerfen. Wie ethisch ist es da, mit gestellten Bildern zu arbeiten? Sogar noch in 3D das Theater aufrecht zu erhalten? Wohl ziemlich daneben.

Aber wenn wir drauf reinfallen? Es ist sicher nicht in Ordnung, die Hilfsbereitschaft von Leuten damit auszunutzen. Oder doch? Sind diese Hilfsbereiten halt nicht grad die, die nur das Gewissen beruhigen wollen, das Tun aber (allzu) gern andern überlassen?

Zocken sich also hier die Richtigen ab? Die Täuscher die Scheinheiligen?

Die im Kassensturz portraitierte Frau jedenfalls hat den Zwischenhändler World Vision abgesägt und will sich nun direkt um ihr Patenkind kümmern.

Zewo gebe jedenfalls ihr Zertifikat nicht an die World Vision ab.

Enorme Werbung für den Hausaltar

Wahnsinn, wie für den Götzen des Medienalltags geworben wird. Heute hatte ich in der Zeitung den üblichen Unterhaltungselektronik-Flyer drin. 37 verschiedene Flach-TVs werden da angeboten auf 40 Seiten. Neben anderem Zeug noch, doch eben 37 verschiedene Flatscreens.

Abgesehen davon, dass man die ja nicht wirklich auswählen kann ausser über den Preis, ist es amüsant in der Werbung zu bemerken, worum sich der Lebenssinn vieler Leute offenbar dreht:

Vor die Glotze hängen und Hirn abschalten. Und für die Projektionsfläche der geistigen Befindlichkeit werden bis zu 2-3 Monatslöhne hingelegt.

In der Bibel hiess es doch irgendwo bei Moses, dass die Leute unten kein Bild machen sollten ... und prompt bauten sie das goldene Kalb. Bis Moses runterkam und es zerstörte.

Tja. Ich schaue auch oft TV ... :-)

Also, knien wir nieder bzw. lümmeln wir uns in den TV-Beinhochlagerungs-Massage-Sessel, greifen zum Glas im Getränkehalter und schlürfen aus dem Strohhalm den Lieblingssaft, derweil die/der WunschpartnerIn den Körper anderweitig verwöhnt ... glücklich sei, wer's real so hat, die anderen mögen halt davon träumen ...

Gewissenloses Geflügellos

In der EU gibt's ja zum Glück sowas, die Kennzeichnung der Herkunftshöfe der Produzenten für gemästete Geflügel, allen voran der Stopfgans.

Letzthin sah ich in einer Kochsendung von Tele Züri, wie da eine Gänseleber zubereitet wurde und wunderte mich, wie gross die sei. Die Küchin hatte da ein Ding von der Grösse eins Halbpfünderlis in der Hand, also definitiv zu gross.

Keinem, auch dem Moderator nicht, fiel ein, etwas zur Produktion der Gänseleber zu sagen. Die, die sie da brauchten, ist wohl kaum tierfreundlich entstanden.

Alle Jahre im Herbst müssen Foie gras und andere vermeintliche Leckereien herangekarrt werden für versnobbte Rosinenpicker.

Ich schere sie mit den Japanern, die für - lach - "wissenschaftliche" Zwecke 1000 Wale killen wollen, über einen Kamm.

Nun gut, etwas, was man in der kapitalistischen Welt weiss: Wo kein Markt (mehr), da auch keine Produzenten (mehr).

Dank der Deklaration der Herkunfshöfe, können Vereine wie Vier Pfoten eine Liste der zu ächtenden Hersteller von Stopfgänsen herauszugeben. So haben die Konsumenten es wieder einmal in der Hand, solche verachtenswerten Produktionsmethoden in die Geschichte zu verbannen.

Wer übrigens meint, tierische Schmerzen oder Paniken hinterlassen keine Spuren im Fleisch ... der hat sich getäuscht. Das weiss ja nun mittlerweile auch die materielle Wissenschaft.

Wie sagte doch da mal jemand:

Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.

Parallel-Importe - Schutz geistigen Eigentums oder doch nur profaner Protektionismus?

Bundesrat Blocher verhindert immer noch den Parallelimport von Produkten in die Schweiz. Das verstehe mal einer, grad ein Wirtschaftler wie der verweigert sich diesem Anspruch.

So wie ich das verstehe, sei nur der Import von patentgeschützten Produkten verboten. Vorgeschoben wird immer der Satz, dass man das Eigentum schützen müsse, also nicht nur das materielle, sondern auch das geistige.

Ich frage mich nur, worin den der Schutz besteht? Ich habe mit meiner anderen Firma einen europaweiten Schutz des Firmennamens und des Logos. Das heisst, dass einer, der sich anmasst, unser Logo oder unseren Firmanamen zu verhunzen, von uns kräftig einen in den Hintern bekommt, auf dass er das sofort beende, ansonsten wir mit dem Gravenreuth drohen.

Für mich besteht also der Schutz nur darin, dass uns keiner nachmacht. Wenn ich mir nun vorstelle, dass Gilette, Toyota etc. ja nicht nachgeahmt werden, sondern einfach nicht über die Grenze importiert werden dürfen, dann verstehe ich nicht, wieso es hier um Patentschutz gehe.

Das Patent von Gilette oder wem auch immer wird ja nicht verletzt. Der Staat schützt damit die wirtschaftlichen Interessen der Multis. Gilette und Toyota sind ja klassische Multis, die nur die Preise je nach Land hoch halten wollen. Und die Schweiz wird halt immer noch gut gemolken.

Ich verstehe nicht, wieso ein Pack Gilette-Klingen nicht importiert werden darf. Sondern dass ich es von einem Schweizer Distributor kaufen muss, bei dem es x-mal teurer ist. Klar, Gebietsschutz stützt auch das lokale Gewerbe. Aber wieso soll es ein Muss sein? Es gibt da diverse Nutzniesser, aber garantiert viel mehr Leidtragende.

Und wieso unterstützt der Bundesrat diesen Protektionismus? Sind hier die wirtschaftlichen Lobbyisten erfolgreicht gewesen? "Globalisierung selbstverständlich, aber doch nicht grad bei uns."

Solange sogar die oberste Exekutive der Schweiz die Konsumenten nach wie vor mit teureren Preisen "versorgt", um die Interessen der Wirtschaft zu schützen, bin ich mit ihm diesbezüglich nicht zufrieden. Die Grenzanwohner haben es da im leichter, sie kaufen kleinpreisige Güter halt einfach in den Nachbarländern ein. Die Zollfrei-Beträge erlauben dies ja.

Wieso eigentlich endet dieses Schröpfen nicht? Wir haben ja auch die teuersten und zugleich langsamsten Breitband-Internet-Anschlüsse im Vergleich mit anderen Staaten von Europa oder Japan oder die USA.

Es geht nicht allen Schweizern so gut, dass sie die im Vergleich zu anderen Ländern teuren Produkte einfach so kaufen können, nur weil es immer heisst "in der Schweiz seien ja auch die Löhne höher". Wie mal ein Vergleich vor Jahren zeigte, hat bei uns eine Familie am Ende des Monates de facto weniger Geld übrig als eine vergleichbare in Deutschland.

Wie lange lassen wir uns diese Gängelei noch gefallen?

Cassis de Dijon - Günstigere Preise und dennoch gute Deklaration?

18 Ausnahmen gewähre der Bund der allgemeinen Akzeptanz des Cassis de Dijon Prinzips. Dieses klärt, dass ein in einem EU-Land den dortigen Gesetzen genügendes Produkt in einem anderen EU-Land auch ohne weitere Anpassungen oder Vorbehalte verkaufbar sei.

In der Schweiz soll das demnächst auch gelten, jedoch mit Ausnahmen: So sollen Waschmittel bei uns nach wie vor phosphatfrei sein, Eier nach Art der Haltung deklariert werden.

Dieses Prinzip hat Fans, die Konsumenten, die billigere Preise wollen. Und Gegner, die Konkurrenz oder Qualitätsverluste befürchten.

Klar, ich bin kein Wirtschaftsspezialist, aber ich frage mich dennoch, wieso da ein Problem sein soll. Ich hoffe, dass Deklarationen ja nicht verschwinden, sondern dass ich einfach einige Produkte aus dem Ausland in den lokalen Läden finde. Diese tragen ja auch irgendwelche Deklarationen.

Ich möchte einfach jederzeit in der Lage sein, anhand der Daten zu entscheiden, was ich kaufe - egal, woher das kommt. Dazu braucht es von mir nur den Willen, wirklich hinzuschauen und zu entscheiden.

Ich mache das ja auch schon bei Produkten der hiesigen Anbieter: Als ich zum ersten Mal las, dass der Kaffeerahm beim COOP 3 E-Stoffe drin hat, beim Migros jedoch nur 1, fragte ich mich, wieso das denn so sei. So kaufe ich aufgrund dessen den Rahm vom Migros.

Solange bei Gemüse und Früchten ebenfalls deklariert ist, woher das Zeug kommt, oder ob Kakao und Kaffee fair gehandelt und ökologisch sinnvoll angebaut wurde, solange kann ich selbst entscheiden.

Und das ist das Wichtigste. Es ist ja klar, dass die Konsumenten es im Griff haben, was produziert wird. Ob Aldi- und Lidl-Gänger darauf achten, wage ich zu bezweifeln, aber das würden sie wohl auch nicht, wenn sie in Grossbuchstaben geschrieben stünden. Einfach, weil es ihnen egal ist. Mir ist Herstellung und Vertrieb eines Produktes nicht egal. Ich schaue eben hin und entscheide, ob ich das unterstützen will.

Dies muss die Akzeptanz dieses Prinzips mir erlauben: Nach wie vor anhand guter Deklarationen zu entscheiden, ob ich das Produkt so will. Wenn's günstiger wird, habe ich nichts dagegen, aber nicht ums Verrecken. Deklarationen, sie müssen da sein, das verlange ich. Aber dies ist ja kein Thema von Cassis de Dijon.

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